Donald Trump

    Trump: Wissenschaftler hätten uns «massive Depression» beschert

    Keystone-SDA
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    USA,

    US-Präsident Donald Trump hat seinen Widerstand gegen den Rat von Wissenschaftlern in der Corona-Pandemie verteidigt.

    US-Präsident Donald Trump spricht bei einer Wahlkampfkundgebung auf dem Flughafen von Carson City im US-Bundesstaat Nevada. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
    US-Präsident Donald Trump spricht bei einer Wahlkampfkundgebung auf dem Flughafen von Carson City im US-Bundesstaat Nevada. Foto: Alex Brandon/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Alex Brandon

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trump hat einmal mehr seinen Umgang mit der Corona-Krise verteidigt.
    • Der US-Seuchenexperte Anthony Fauci nahm währendessen seinen Chef in Schutz.

    «Hätte ich komplett auf die Wissenschaftler gehört, hätten wir jetzt ein Land, das in einer massiven Depression wäre», sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Carson City im US-Bundesstaat Nevada am Sonntag (Ortszeit). «Stattdessen sind wir wie ein Raketenschiff.»

    Trump machte sich über seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden lustig, weil dieser verspricht, sich im Kampf gegen das Coronavirus am Rat der Wissenschaftler zu orientieren. Wenig später warf Trump Biden vor, einen «unwissenschaftlichen Lockdown» zur Eindämmung des Coronavirus zu verhängen, wenn er gewählt werde.

    US-Pandemie ausser Kontrolle

    Die Pandemie ist in den USA nach wie vor ausser Kontrolle. Mehr als 8,1 Millionen Ansteckungen wurden seit Beginn nachgewiesen, fast 220'000 Menschen starben nach einer Infektion.

    Derzeit ist wieder ein Aufwärtstrend bei der Anzahl der Corona-Neuinfektionen pro Tag zu erkennen. Ungeachtet dessen rief Trump die Bundesstaaten am Sonntag zur vollständigen Öffnung auf.

    coronavirus antohony fauci
    Anthony Fauci und US-Präsident Donald Trump. - Keystone

    Der prominente US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci sagte in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender CBS: «Ich glaube, im tiefsten Innern glaubt der Präsident an die Wissenschaft. Wenn er es nicht täte, hätte er seine Gesundheit nicht den sehr kompetenten Ärzten im Walter-Reed-Militärkrankenhaus anvertraut.»

    Trump war Anfang Oktober positiv auf das Coronavirus getestet und anschliessend für drei Tage im Krankenhaus behandelt worden.

    Trump: «Wollen sie Biden-Depression»?

    Am 3. November hätten die Amerikaner die Wahl zwischen einer «Trump-Super-Erholung» der Wirtschaft und einer «Biden-Depression», sagte Trump. Er warnte, mit Biden würden die Steuern steigen und Jobs ins Ausland abwandern.

    Dabei verspricht Biden, US-Firmen mit Strafsteuern von der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland abzuhalten und für niemanden Steuern zu erhöhen, der weniger als 400 000 Dollar (340 000 Euro) im Jahr verdient, wenn er gewinnt.

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