Nach Kurssturz: Donald Trump will jetzt einen Tesla kaufen

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    USA,

    Seit Mitte Dezember halbierte sich der Wert der Tesla-Aktie, am Montag fiel sie um 15 Prozent. Viele Anleger sahen über schwache Zahlen hinweg.

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    Die Tesla-Aktie verlor an einem Tag 15 Prozent ihres Wertes. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Montag fiel die Aktie von Tesla um 15 Prozent, seit Mitte Dezember um 50 Prozent.
    • Im vergangenen Jahr gab es erstmals einen Rückgang bei den Auslieferungen von Tesla.
    • Nach der Wahl von Donald Trump war die Aktie in die Höhe geschossen.

    Die Aktie des von Elon Musk geführten Elektroautobauers Tesla ist an einem Tag um mehr als 15 Prozent gefallen und hat damit auch die letzten Kursgewinne nach der US-Präsidentenwahl vom November wieder verloren. Vor den beschleunigten Kursverlusten am Montag hatte ein weiterer Analyst die Prognose für die Tesla-Auslieferungen gesenkt.

    Donald Trump behauptete nach dem Kurssturz, «linksradikale Wahnsinnige» würden versuchen, Tesla zu boykottieren, «um Elon und alles, wofür er steht, anzugreifen und zu schädigen». Das schrieb der US-Präsident auf der Online-Plattform Truth Social.

    Er werde gleich am Dienstagmorgen einen brandneuen Tesla kaufen – als Zeichen der Unterstützung für den «wahrlich grossen Amerikaner» Musk, verkündete Trump.

    Musk war im US-Wahlkampf zu einem engen Verbündeten des letztlich siegreichen Republikaners Donald Trump geworden. Nach dessen Triumph bei der Präsidentenwahl ging es für die Tesla-Aktie steil aufwärts. Auf dem Höhepunkt Mitte Dezember war sie rund doppelt so viel Wert wie am Wahltag am 4. November, danach setzte eine Talfahrt ein, die zuletzt steiler wurde.

    Investoren sahen über schwächere Zahlen hinweg

    Tesla hatte das Jahr 2024 mit dem ersten Rückgang der Auslieferungen seit mehr als einem Jahrzehnt abgeschlossen, obwohl Musk zuvor ein Plus in Aussicht gestellt hatte. Der Tech-Milliardär lockt Anleger aber mit der Aussicht auf grosse Geschäfte mit selbstfahrenden Autos und humanoiden Robotern.

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    Wegen Elon Musks Nähe zu Donald Trump kommt es zu Boykott-Aufrufen gegen Tesla. - keystone

    Obwohl es in beiden Bereichen nicht ausgemacht ist, dass Tesla erfolgreich sein kann, sehen Anleger bisher über das aktuelle Geschäft hinweg und bewerten die Firma viel höher als andere Autobauer.

    Mitte Dezember war Tesla mit einem Kurs von rund 480 Dollar mehr als 1,5 Billionen Dollar wert. Jetzt fiel der Börsenwert beim Kurs von gut 222 Dollar auf rund 715 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der US-Autoriese Ford bringt knapp 40 Milliarden Dollar auf die Börsenwaage, der Rivale General Motors knapp 48 Milliarden.

    Musk Vermögen hängt am Tesla-Kurs

    Auch für Musk persönlich könnte ein deutlicher Rückgang beim Tesla-Aktienkurs zum Problem werden. Der Tech-Milliardär ist bekannt dafür, Kredite mit seinen Tesla-Aktien zu besichern, die ihn zumindest auf dem Papier zum mit Abstand reichsten Menschen der Welt machen. Bei solchen Geschäften muss man oft Sicherheiten nachschiessen, wenn der Kurs unter bestimmte Grenzwerte fällt. Der Finanzdienst Bloomberg schätzt Musks Vermögen aktuell immer noch auf gut 300 Milliarden Dollar.

    Musks Nähe zu Trump trieb Aktienkurs hoch

    Nach der Wahl gingen einige Marktbeobachter davon aus, dass Musks Nähe zum US-Präsidenten Vorteile für Tesla bringen kann. Trump machte ihn zum Kostensenker im Auftrag der US-Regierung und gab ihm weitreichende Vollmachten. Der Präsident, dass man dabei keine Interessenkonflikte zulassen werde.

    Unter anderem steht Teslas Assistenzsystem Autopilot nach Unfällen im Visier mehrerer Untersuchungen der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Die Behörde würde auch eine Schlüsselrolle für eine Zulassung der von Musk in Aussicht gestellten selbstfahrenden Robotaxis spielen. Er will bei den autonom fahrenden Wagen auf die teureren Laser-Radare verzichten und allein auf Kameras setzen.

    Laser-Radare sind aus Sicht vieler Experten aber unverzichtbar, damit selbstfahrende Autos sicher im Strassenverkehr unterwegs sind. Auch die Google-Schwesterfirma Waymo setzt solche Technik bei ihren verlässlich funktionierenden Robotaxis ein.

    Kommentare

    User #3997 (nicht angemeldet)

    Da nun viele deutsche Ingenieure die Tesla mitaufgebaut haben, das sinkende Schiff verlassen, wird diese Marke qualitativ noch schlechter werden.

    User #3997 (nicht angemeldet)

    Wieso wird so ein Schrott in der Schweiz zugelassen? Wer macht da die hohle Hand??

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