Razzien in Minnesota gegen Betrüger
Einsatzkräfte von Bundesbehörden sowie aus dem demokratisch regierten US-Bundesstaat Minnesota sind nach Angaben des zuständigen Gouverneurs Tim Walz gemeinsam gegen Kriminelle vorgegangen. «Wer in Minnesota Betrug begeht, wird erwischt – und genau das haben wir heute gesehen», schrieb er auf X. Er versprach, dass die Behörden weiterhin Hand in Hand zusammenarbeiten würden, «solange es Betrüger gibt, die hinter Gitter gebracht werden müssen.»

Medien zufolge erfolgten die Razzien an gut 20 Orten in Minnesota und der Umgebung. Der Sender CBS News berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, dass es Durchsuchungsbeschlüsse für rund 20 Kindertagesstätten wegen mutmasslichen Betrugs gegeben habe. Demnach wurde niemand festgenommen.
Im Kern geht es um den Verdacht, dass mehrheitlich Menschen über Kindertagesstätten Steuergelder veruntreut haben sollen. Während US-Präsident Donald Trump von mehreren Milliarden US-Dollar spricht, berichteten Medien von mehreren Hundert Millionen Dollar. Walz nannte für einen Teil der Programme die Summe von 250 Millionen Dollar.
Laut Heimatschutzministerium arbeiteten dafür Bundesermittler mit der lokalen Strafverfolgung zusammen – eine überraschende Wendung, nachdem noch zu Jahresbeginn nach den tödlichen Schüssen auf zwei US-Amerikaner durch Bundeseinheiten eine gemeinsame Arbeit nahezu ausgeschlossen schien. «Lasst uns nun gemeinsam an den Ermittlungen zu den Morden an Alex Pretti und Renée Good arbeiten», schrieb Walz mit Blick auf die beiden in Minnesota getöteten Amerikaner weiter.
Zuvor hatte der Bundesstaat eine Behinderung bei der Aufarbeitung der Todesfälle durch die Bundesregierung beklagt. Seither ist es aber auch im Heimatschutzministerium zu einem Wechsel an der Spitze gekommen: Der neue Leiter des Ressorts, Markwayne Mullin, hatte einen kooperativeren Ansatz versprochen als seine Vorgängerin Kristi Noem.










