Proteste zum Unabhängigkeitstag und neuer Steuerplan

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    Kolumbien,

    Eine umstrittene Steuerreform ist nur ein Grund, aus dem die Menschen in Kolumbien auf die Strasse gehen. Auch Gewalt, Armut und soziale Ungleichheit sorgen für einen schwelenden Konflikt.

    Demonstranten stossen während eines Anti-Regierungs-Protestes in Bogotá mit der Polizei zusammen. Foto: Leonardo Munoz/AP/dpa
    Demonstranten stossen während eines Anti-Regierungs-Protestes in Bogotá mit der Polizei zusammen. Foto: Leonardo Munoz/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach wochenlangen Protesten hat die kolumbianische Regierung ein neues Projekt für eine Steuerreform in das Parlament eingebracht.

    «Das Sozialinvestitionsgesetz, das wir einführen werden, ist das Ergebnis eines Konsenses», schrieb Kolumbiens Präsident Iván Duque auf Twitter.

    Es lege den Grundstein dafür, die Schwächsten zu erreichen und jungen Menschen Beschäftigungs- und Bildungschancen zu bieten.

    Seit Ende April ein Streik ausgerufen wurde, hat es in verschiedenen Städten des südamerikanischen Landes zahlreiche Proteste gegeben, bei denen es auch zu Ausschreitungen kam. Mindestens zwei Dutzend Menschen kamen bei den Protesten bislang ums Leben, die meisten durch Polizeigewalt. Auch am Dienstag, dem Unabhängigkeitstag Kolumbiens, gingen Tausende Kolumbianer auf die Strassen.

    Auch am Unabhängigkeitstag Kolumbiens gingen Tausende Kolumbianer auf die Strassen. Mindestens 22 Personen wurden nach Angaben des Generaldirektors der kolumbianischen Polizei, Jorge Luis Vargas, wegen des Angriffs auf öffentliches Eigentum und Auseinandersetzungen mit der Polizei festgenommen und 21 Polizisten verletzt.

    Kolumbien leidet unter Gewalt, Armut und grosser sozialer Ungleichheit. Die Arbeitslosenquote erreichte im Mai 15,6 Prozent, insgesamt waren 3,8 Millionen Menschen arbeitslos. Vor allem die Jugend hat das Gefühl, keine Zukunft zu haben.

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