Präsident von US-Uni tritt wegen Missbrauchsskandals um Arzt zurück

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USA,

Wegen eines Missbrauchsskandals um einen früheren Universitätsarzt ist als Konsequenz der Präsident einer kalifornischen Uni zurückgetreten. Zurvor wurde bekannt, dass ein Gynäkologe Patientinnen an der Universität missbraucht haben soll.

Max Nikias, Präsident einer kalifornischen Hochschule, ist am Freitag als Konsequenz eines Missbrauchsskandals um einen früheren Uniarzt zurückgetreten.
Max Nikias, Präsident einer kalifornischen Hochschule, ist am Freitag als Konsequenz eines Missbrauchsskandals um einen früheren Uniarzt zurückgetreten. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Präsident einer kalifornischen Hochschule, Max Nikias, ist am Freitag zurückgetreten.
  • Dies als Konsequenz eines Missbrauchsskandals um einen früheren Universitätsarzt.

Als Konsequenz aus einem Missbrauchsskandal um einen früheren Universitätsarzt ist der Präsident einer kalifornischen Hochschule zurückgetreten. Wie der Trägerverein der Universität von Südkalifornien in Los Angeles in mitteilte, trat Max Nikias am Freitag zurück.

Zuvor war bekannt geworden, dass ein Gynäkologe über Jahrzehnte Patientinnen an der Universität missbraucht haben soll. Mehrere Betroffene haben die Universität verklagt, weil sie trotz wiederholter Beschwerden nichts gegen den Arzt unternahm.

Die Frauen werfen dem Arzt, der die Universität 2017 verliess, unter anderem vor, sie bei Untersuchungen unangemessen berührt, ihre Geschlechtsteile fotografiert und sexuelle Bemerkungen gemacht zu haben.

Bei einem Gericht in Los Angeles wurden am Freitag zwei Sammelklagen im Namen tausender Studenten eingereicht. Demnach reichen die Beschwerden über den Gynäkologen bis in die 90er Jahre zurück. Trotz wiederholter Hinweise von Studentinnen und Kollegen habe die Universität den Arzt aber gewähren lassen.

«Tiefgreifende Massnahmen nötig»


Der Trägerverein der Universität entschied daraufhin, einen «geregelten» Wechsel an der Universitätsleitung in Gang zu setzen und einen neuen Präsidenten zu suchen, wie der Vorsitzende in einem Brief ankündigte. «Wir haben die Botschaft gehört, dass etwas zerbrochen ist und dass dringende und tiefgreifende Massnahmen nötig sind.»

Die Hochschule wolle wieder für eine Kultur sorgen, «in der Sicherheit und Transparenz von zentraler Bedeutung sind». Eine «Systemveränderung» solle zudem dafür sorgen, «dass so etwas in der Zukunft nicht mehr passieren kann». Zuvor hatten 200 Professoren den Rücktritt des Universitätspräsidenten verlangt.

Der Fall weckt Erinnerungen an den Sportarzt Larry Nassar, der an der Universität Michigan insgesamt 265 Sportlerinnen sexuell missbraucht haben soll. Die Hochschule kündigte vergangene Woche an, den Opfern insgesamt 500 Millionen Dollar zu zahlen.

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