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100 Dollar extra für Ausländer: US-Nationalparks bald teurer

Keystone-SDA
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USA,

Ausländische Besucher müssen ab Januar in den USA deutlich tiefer in die Tasche greifen: Eine neue Zusatzgebühr verteuert den Eintritt in die Nationalparks.

yosemite Nationalpark
Der Yosemite-Nationalpark in der kalifornischen Sierra Nevada gehört zu den bekanntesten Nationalparks der Welt. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 16 Jahren wird für Ausländer eine Zusatzgebühr von 100 Dollar pro Parkbesuch fällig.
  • US-Bürger zahlen für den Jahrespass künftig 80 Dollar, Ausländer 250 Dollar.
  • Die neue Regel betrifft elf der meistbesuchten Nationalparks der USA.

Der Grand Canyon, der Yellowstone oder der Yosemite Nationalpark – ausländische Touristen müssen im kommenden Jahr in den USA deutlich mehr für einen Besuch der grossen Parks zahlen. Das gaben das Innenministerium und die Nationalparkverwaltung bekannt. Ab Januar fällt demnach bei einem Besuch der elf beliebtesten Nationalparks pro Person eine Extragebühr von 100 US-Dollar zusätzlich zum normalen Eintritt an.

Wie eine Sprecherin des Innenministeriums erklärte, gilt die Zusatzgebühr nicht für Kinder, sie greift erst ab 16 Jahren. Der normale Eintritt für einen Nationalpark beträgt demnach im Schnitt etwa 35 Dollar pro Auto.

Warst du schon einmal in den USA?

Alternativ dazu können ausländische Besucher auch einen Jahrespass für 250 Dollar erwerben. Der gelte für alle Passagiere im Auto, erklärte sie. Wer aber in einem Bus reise oder zu Fuss ankomme, müsse auf jeden Fall die 100 Dollar zahlen.

Damit werde ein Dekret von US-Präsident Donald Trump vom vergangenen Juli umgesetzt, hiess es. Er hatte die Ankündigung damals mit seinem Slogan «America first» verbunden, wonach die Vereinigten Staaten und die Amerikaner immer an erster Stelle stehen sollten.

US-Staatsbürger zahlen weniger

Für US-Staatsbürger und Menschen mit permanenter Aufenthaltsgenehmigung in den USA wird der Jahrespass für die Nationalparks ab Januar nur 80 US-Dollar kosten. Innenminister Doug Burgum erklärte, mit den neuen Regeln werde der günstige Zugang für US-Steuerzahler gesichert und internationale Besucher trügen damit auf faire Weise dazu bei, die Parks zu erhalten und für die nächsten Generationen zu verbessern.

yellowstone-nationalpark
Bison sperren Strasse im Yellowstone-Nationalpark. - Keystone

Betroffen sind demnach viele Nationalparks, die zu den beliebtesten bei Touristen zählen: Acadia National Park, Bryce Canyon National Park, Everglades National Park, Glacier National Park, Grand Canyon National Park, Grand Teton National Park, Rocky Mountain National Park, Sequoia & Kings Canyon National Parks, Yellowstone National Park, Yosemite National Parks und Zion National Park.

Kommentare

Huldrych Ammann

Das sollten wir auch tun: Keine Billigtouristen mehr. Der Dichtestress ist schon genügend hoch und die Wertschöpfung des Tourismus (viele, viele billige Arbeitskräfte) ist auch nicht das Gelbe vom Ei…

User #3392 (nicht angemeldet)

Die US-Nationalparks sind top in Schuss und die Stationen im Gegensatz zu den hiesigen verdreckten Bahnhöfen und Parks sauber und vor allem sicher. Die Parkranger haben ihre Parks im Griff und kümmern sich um die Gäste. Das kostet zwar, ist aber ein gutes Aushängeschild. Und wer in die USA fliegen kann und mal im Death Valley oder Grand Canyon stand, vergisst 100 Dollar schlagartig. Die Schweizer Haltung "Geiz ist geil," zählt da eben nicht so.

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