Sie war erst sechs Jahre alt: Orca-Weibchen Amaya ist aus unbekannten Gründen im «Seaworld» in San Diego (USA) verstorben. Eine Autopsie soll Klarheit bringen.
Orca Tod
Amaya (†6) starb aus unbekannten Gründen. - keystone / AP Photos

Das Wichtigste in Kürze

  • Amaya (†6) war eine junge Orca-Dame und verstarb aus «unbekannten Gründen».
  • «Seaworld» San Diego will durch eine Autopsie Klarheit über die Ursache erlangen.
  • Der US-amerikanische Vergnügungspark steht seit Jahren unter starker Kritik.

Traurige Nachricht aus dem «Seaworld»-Park in San Diego (USA): Das jüngste Mitglied der dort lebenden Orca-Familie, Amaya (†6), ist am Freitag verstorben. Dies berichtet das Nachrichtenportal «USA today».

Orca
Ein Orca in einem Schwimmbecken. - Keystone

Die Todesursache sei «noch unbekannt» und der Tod des Tieres sei «sehr überraschend» gewesen, schreibt der Vergnügungspark. «Amaya begann Mitte August Anzeichen von Krankheit zu zeigen. Trotz aller Mühe verschlechterte sich ihr Zustand rapide», heisst es weiter.

Die angeordnete Autopsie soll nun Klarheit über die Krankheit bringen, was aber noch Wochen dauern könnte.

Orca-Weibchen «inspirierte Millionen Besucher»

«Es ist eine schwere Zeit für alle, die Amaya gekannt und geliebt haben», so der Park. «Sie inspirierte Millionen Besucher dazu, sich mit dieser tollen Gattung auseinanderzusetzen und die Tiere wertzuschätzen.»

Orca Amaya
Das junge Orca-Weibchen Amaya (†6) war besonders freundlich und verspielt.
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Ein Orca liegt im Park Marineland auf dem Beckenrand.
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Free-Willy-Star Jesse kuschelt 1993 mit seinem Orca. Schon damals lösten Freizeitparks durch Orca-Haltug Empörung aus.
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In der freien Wildbahn schwimmen Orcas Hunderte Kilometer. In Gefangenschaft sollen sie vor allem aggressiv werden.

Die sechsjährige Amaya war der jüngste von zehn Walen in dem Park und lebte zusammen mit ihrer Mutter Kalia und ihrem Vater Ulises zusammen. Sie wurde als besonders verspielt und freundlich beschrieben und half dabei, wichtige Informationen zu der Entwicklung von Orcakälbern zu sammeln.

«Seaworld» schon länger wegen Orcazucht in Kritik

Im März 2016 verkündete der Park das Ende seiner stark umstrittenen Orcazucht. Jahrelang wurden die Verantwortlichen von Tierschutzorganisation für diese Praxis scharf kritisiert.

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Nachdem im Jahr 2013 der Dokumentarfilm «Blackfish» veröffentlicht wurde, in welchem ein in Gefangenschaft geborener Orca einen Trainer tötete, arteten die Proteste beinahe aus. Denn der Film suggerierte, dass Orcas in Gefangenschaft sehr viel aggressiver seien als in freier Wildbahn.

Der letzte in Gefangenschaft geborene Orca in «Seaworld» starb 2017 im zarten Alter von nur drei Monaten im gleichnamigen Park in San Antonio (USA).

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