Gericht

Oberster Gerichtshof stärkt Briefwahl vor Zwischenwahlen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

USA,

US-Präsident Donald Trump kassiert eine Niederlage: Das Oberste US-Gericht stärkt die Briefwahl – Stimmen dürfen weiter nach dem Wahltag eintreffen.

trump
US-Präsident Donald Trump behauptet immer wieder, dass mehr Briefwahl-Abstimmungen zu Wahlbetrug führen werden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Gericht erlaubt Bundesstaaten, spät eintreffende Briefwahlstimmen zu zählen.
  • Der Bundesstaat Mississippi darf Briefwahlzettel bis fünf Werktage nach der Wahl annehmen.
  • Trump nutzt das Urteil für neue Angriffe auf die Briefwahl vor den Zwischenwahlen.

Das oberste US-Gericht hat entschieden, dass Bundesstaaten Briefwahlstimmen auch dann noch zählen dürfen, wenn sie erst nach dem Wahltag eintreffen. Sofern sie spätestens am Wahltag abgestempelt wurden.

Die Richter hoben damit ein Urteil eines Berufungsgerichts auf. Dieses hatte eine Regelung in Mississippi als unvereinbar mit Bundesrecht eingestuft.

Die Mehrheit des Gerichts entschied, dass Bundesgesetze den Wahltag für Bundeswahlen festlegen. Daraus folgt aber keine Pflicht, dass Briefwahlstimmen bis zu diesem Tag auch bei den Wahlbehörden eingehen müssen.

Massgeblich sei, dass die Stimme spätestens am Wahltag abgegeben werde. Bis wann rechtzeitig abgeschickte Briefwahlstimmen noch berücksichtigt werden dürfen, könnten die Bundesstaaten selbst festlegen.

In Mississippi dürfen Briefwahlstimmen bis zu fünf Werktage nach der Wahl eingehen, wenn sie spätestens am Wahltag abgestempelt wurden. Nach Angaben des Gerichts gilt eine ähnliche Regelung in rund 30 Bundesstaaten.

Kurz vor Kongresswahlen

Die Entscheidung fällt wenige Monate vor den Kongresswahlen, den sogenannten Zwischenwahlen, in eine Debatte über das US-Wahlrecht.

US-Präsident Donald Trump dringt seit langem auf schärfere Regeln für Briefwahl und Wählerregistrierung. Zentrale Teile seiner entsprechenden Dekrete wurden von Bundesgerichten jedoch blockiert.

Findest du die Entscheidung des US-Supreme Court zur Briefwahl gut?

Auch der von Republikanern vorangetriebene SAVE America Act, steckt bislang im Senat fest. Dieser sieht unter anderem strengere Nachweise der Staatsbürgerschaft bei der Registrierung zu Bundeswahlen vor.

Trump kritisierte das Urteil auf seiner Plattform Truth Social. Und erklärte, es mache die Verabschiedung des von ihm unterstützten SAVE America Act «wichtiger denn je».

Er forderte ein weitgehendes Ende der Briefwahl mit Ausnahmen etwa für Militärangehörige, Kranke und Menschen mit Behinderung.

Kommentare

User #3038 (nicht angemeldet)

Prima. Mit dieser Niederlage ist Trumps politischer Niedergang besiegelt.

User #7815 (nicht angemeldet)

Ich glaube nicht mal die SVP ist noch Fan von Trump. Trotzdem hat die SVP dadurch viel Vertrauen bei ihrer Wählerschaft sinnlos verspielt.

Weiterlesen

Lisa Cook
4 Interaktionen
Washington
Donald trump
30 Interaktionen
New York
trump
3 Interaktionen
Washington

MEHR IN NEWS

wallis
Hérémence VS
Zürich
Geld
1 Interaktionen
Ungleich verteilt

MEHR GERICHT

Vor Gericht
asdas
3 Interaktionen
Washington
7 Interaktionen
Basel

MEHR AUS USA

WM
26 Interaktionen
WM-Drama
daveigh chase aids
Todesursache
wm 2026
516 Interaktionen
Nagelsmann am Ende?