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    Barack Obama äussert sich zu Chauvin-Urteil

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    USA,

    Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hält die Verurteilung von Derek Chauvin für notwendig. Er fordert aber konkrete Reformen für die Zukunft.

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    Laut Ex-US-Präsident Barack Obama braucht es konkrete Reformen, um die Ungleichbehandlung im Strafrechtssystem zu verringern. (Archivbild) - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Derek Chauvin wurde in der Nacht auf Mittwoch für schuldig befunden.
    • Der Polizist ist Schuld am Tod des Afroamerikaners George Floyd.
    • Barack Obama fordert nun tiefergehende Reformen.

    Chauvins Schuldspruch ist laut Barack Obama zwar ein notwendiger Schritt auf dem Weg zum Fortschritt, sei aber «bei weitem kein ausreichender». Es brauche konkrete Reformen.

    Nach dem Schuldspruch gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin im Prozess um die Tötung des Afroamerikaners George Floyd hat Ex-US-Präsident Barack Obama tiefgreifendes Umdenken und Reformen angemahnt.

    Barack Obama BLM
    Tony L. Clark hält ein Foto des verstorbenen George Floyd. Der ehemalige Polizist Derek Chauvin ist schuld an der Tötung des unbewaffneten Afroamerikaners. - dpa-infocom GmbH

    «Wahre Gerechtigkeit erfordert, dass wir die Tatsache einsehen, dass schwarze Amerikaner anders behandelt werden, jeden Tag», erklärte Obama auch im Namen seiner Frau Michelle. «Wir müssen anerkennen, dass Millionen unserer Freunde, Familienangehörigen und Mitbürger in Angst leben, dass ihre nächste Begegnung mit der Polizei ihre letzte sein könnte.»

    Chauvin in allen Punkten für schuldig befunden

    Es brauche konkrete Reformen, um die Ungleichbehandlung im Strafrechtssystem verringern und letztendlich ganz beseitigen. «Das heutige Urteil mag zwar ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu Fortschritt gewesen sein, aber bei weitem kein ausreichender.» Bei wahrer Gerechtigkeit gehe es um viel mehr als um ein einzelnes Urteil in einem einzelnen Prozess.

    Barack Obama Derek Chauvin
    Derek Chauvin bei der Urteilsverkündung. - Court TV/AFP

    Im Prozess um die Tötung von Floyd im Mai vergangenen Jahres hatten die Geschworenen in Minneapolis im US-Staat Minnesota den weissen Ex-Polizisten Chauvin zuvor in allen Anklagepunkten für schuldig befunden. Damit droht Chauvin eine lange Haftstrafe.

    Der 46 Jahre alte Floyd war bei einer Festnahme ums Leben gekommen. Videos dokumentierten, wie Polizisten den unbewaffneten Mann zu Boden drückten. Chauvin presste dabei sein Knie gut neun Minuten lang auf Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Die Beamten hatten ihn wegen des Verdachts festgenommen, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben.

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