Elon Musk will im Rahmen seines Rechtsstreits mit Twitter Unterlagen des früheren Sicherheitschefs. Dieser erhob zuletzt Vorwürfe gegenüber Twitter.
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Elon Musk bereitet sich auf Prozess vor. - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Elon Musk fordert vom früherem Twitter-Sicherheitschef Unterlagen.
  • Peiter Zatko hatte kürzlich schwere Vorwürfe gegen Kurzbotschaftendienst erhoben.
  • Laut seinen Anwälten werde er der Aufforderung nachkommen.

Im Übernahmestreit um Twitter setzt High-Tech-Milliardär Elon Musk auch auf Informationen des früheren Sicherheitschefs des Kurzbotschaftendienstes, der seinem einstigen Arbeitgeber kürzlich die Vertuschung von Sicherheitslücken vorgeworfen hatte.

Musk forderte Peiter Zatko laut am Montag veröffentlichten Gerichtsdokumenten auf, Unterlagen zu Spam- oder Fake-Konten bei Twitter zu übergeben. Zatko wurde demnach auch aufgefordert, im September Fragen der Anwälte des Chefs des Elektroautobauers Tesla zu beantworten.

Zatkos Anwälte erklärten gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, ihr Mandant werde den Aufforderungen nachkommen. Seine Aussagen vor Musks Anwälten würden aber «unfreiwillig» erfolgen.

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Elon Musk befindet sich mit Twitter in einem Rechtsstreit. - Keystone

Zatko hatte kürzlich in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC, an das Justizministerium und die US-Wettbewerbsbehörde von «schweren und schockierenden Schwachstellen» bei Twitter gesprochen. Die Rede ist von veralteten Servern, angreifbaren Betriebssystemen und Führungskräften, die eine Reihe von Hackerangriffen auf die Twitter-Daten vertuscht hätten.

Zatko wirft seinem früheren Arbeitgeber auch falsche Angaben zur Zahl der Nutzer vor – ein Vorwurf, den Musk sich im Rechtsstreit mit Twitter zunutze machen will.

Musk liess Twitter-Deal platzen

Der reichste Mensch der Welt und der Kurzbotschaftendienst befinden sich derzeit in einem erbitterten juristischen Gefecht, nachdem Musk eine zunächst geplante Übernahme von Twitter wieder abgesagt hatte. Der eigentliche Prozess beginnt am 17. Oktober vor einem spezialisierten Gericht im Bundesstaat Delaware an der US-Ostküste.

Musk hatte im April eine Übernahme von Twitter für 44 Milliarden Dollar angekündigt. Anfang Juli liess Musk den Deal jedoch wegen angeblich «falscher und irreführender» Angaben des Kurzbotschaftendienstes platzen. Hintergrund ist die Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf Twitter.

Musk wirft der Plattform vor, die tatsächliche Zahl der Nutzer zu hoch zu beziffern. Twitter hat die Vorwürfe zurückgewiesen und pocht darauf, dass Musk die Übernahme vollzieht.

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