Murmeltier Phil sagt: Winter bleibt den USA noch erhalten
Schlechte Nachrichten für alle, die in den USA auf ein frühes Ende der Kälte gehofft haben: Das berühmte Murmeltier Punxsutawney Phil hat US-Medien zufolge am «Murmeltiertag» seinen Schatten gesehen. Nach der traditionellen Deutung bedeutet das: Sechs weitere Wochen Winter stehen bevor.

Wie jedes Jahr versammelten sich am 2. Februar in den frühen Morgenstunden Tausende Schaulustige in der Kleinstadt Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania, um der Wetterprognose des Nagetiers beizuwohnen. Mitglieder des traditionsreichen «Groundhog Club» holten Phil an seinem grossen Tag bei Sonnenaufgang aus seinem Baumstumpf, um ihn zu befragen und verkündeten anschliessend das Ergebnis.
Der Murmeltiertag ist eine seit mehr als einem Jahrhundert gepflegte Tradition, die vermutlich von deutschsprachigen Einwanderern nach Pennsylvania gebracht wurde. Internationale Bekanntheit erlangte der Murmeltiertag auch durch den Film «Und täglich grüsst das Murmeltier» von 1993 mit Bill Murray, in dem ein Wetterreporter den alljährlichen Termin zunehmend verzweifelt erlebt.
Ob Phil tatsächlich verlässliche Vorhersagen trifft, ist allerdings umstritten: Statistisch liegt das Tier in deutlich weniger als der Hälfte der Fälle richtig – Meteorologen schenken der Prognose entsprechend wenig Glauben. Der «Groundhog Club» erklärt, dass jede Unstimmigkeit zwischen der tatsächlichen Witterung und Phils Prognose auf Übersetzungsfehler zurückzuführen sei, nicht auf eine Fehlprognose.
Unabhängig davon rechnen Wetterdienste in vielen Teilen der USA, insbesondere im Nordosten und an der Ostküste, zumindest in den kommenden Tagen nach zwei kurz aufeinanderfolgenden schweren Winterstürmen weiter mit ungewöhnlich niedrigen Temperaturen.










