In Uvalde ereignete sich vor Monaten ein verheerendes Massaker an einer Grundschule. Der verantwortliche Polizeichef wurde nun entlassen.
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Nach dem Massaker in Uvalde, Texas, wurde der Polizeichef nun entlassen. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen eines Massakers wurde der Polizeichef von Uvalde entlassen.
  • Vor Ort und in der Schule war die Polizei schnell, wartete dort aber lange.
  • Der Polizeichef stand wegen der Versäumnisse stark in der Kritik.

Der verheerende Amoklauf an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas ist drei monate her. Nun gibt es personelle Konsequenzen wegen der schweren Versäumnisse bei dem Polizeieinsatz. CNN und andere US-Medien berichteten übereinstimmend von der Entlassung des verantwortlichen Polizeichefs. Das verantwortliche Gremium des Schulbezirks von Uvalde entschied das hinter verschlossenen Türen entschieden.

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Einsatzkräfte in Uvalde, Texas. Die Polizei steht nach dem Amoklauf an einer Primarschule in Kritik. - Keystone

Ein 18-jähriger Schütze hatte Ende Mai an der Grundschule in der Kleinstadt Uvalde 19 Kinder und 2 Lehrerinnen erschossen. Der Angreifer schoss in zwei miteinander verbundenen Klassenräumen mit einem Sturmgewehr auf seine Opfer.

Neben der Tat an sich sorgten auch dramatische Versäumnisse bei dem Polizeieinsatz für Fassungslosigkeit: Der Amokläufer hatte sich in einem Klassenzimmer verschanzt. Bereits vorzeitig bezogen 19 Polizisten Stellung vor dem Raum. Die Beamten unternahmen aber mehr als 45 Minuten lang keinerlei Versuche, in den Raum einzudringen und den Täter zu stoppen.

Polizei in Uvalde wartete auf Verstärkung trotz Hilferufen

Stattdessen warteten sie auf Verstärkung. Die Kinder riefen aus dem Inneren des Raumes mehrfach verzweifelt bei der Polizei an, um Hilfe zu bekommen. Erst mehr als 75 Minuten, nachdem der Schütze das Feuer eröffnet hatte, drangen Einsatzkräfte in das Klassenzimmer ein. Sie töteten den Amokläufer.

Mehrere Angehörige warfen der Polizei vor, sie hätten Leben retten können, wenn sie nicht derart lange gewartet hätten. Insbesondere der Polizeichef des Schulbezirks geriet unter Druck. Er war nämlich früh am Ort des Geschehens und nach Ansicht seiner Kritiker für die Koordinierung des Einsatzes verantwortlich.

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