Kehrtwende: Wie Trump Nvidia den chinesischen Markt wieder öffnet

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    USA,

    Entgegen früherer Entscheidungen lässt Donald Trump Nvidia leistungsstarke Chips an China verkaufen.

    trump nvidia chip
    Eigenen Angaben erlaubt Trump Nvidia, leistungsstärkere Chips als die H20 nach China zu verkaufen. (Symbolbild) - Keystone

    Donald Trump erlaubt Nvidia den Verkauf leistungsstärkerer KI-Chips nach China. Dies teilte der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social mit.

    Die Genehmigung gilt demnach nur für H200-Chipsysteme der Hopper-Generation, Nvidia dürfe an zugelassene chinesische Kunden liefern, so Trump. Die zugehörige 25-Prozent-Strafsteuer fliesse in die US-Staatskasse.

    Sollten die USA wieder stärker in den Handel mit China einsteigen?

    Die H200-Chips sind leistungsstärker als die bisher an die Volksrepublik verkauften H20-Modelle. China habe H20 bisher ab wegen Sicherheitsbedenken so die «Frankfurter Allgemeine Zeitung».

    Kritik aus Demokratenkreisen

    Trump erklärte, Chinas Präsident Xi persönlich über die Freigabe informiert zu haben. Der habe dem US-Präsidenten zufolge erfreut reagiert.

    trump nvidia
    In einem Posting erklärte Trump, Nvidia eine Freigabe für den Verkauf von Chips nach China erteilt zu haben. - truthsocial.com/@realDonaldTrump

    Die Regelung schütze die nationale Sicherheit der USA, so Trump. US-Kunden erhielten gemäss der «Tagesschau» weiter Nvidias Blackwell-Chips.

    Demokratische Senatoren kritisierten die Lockerung derweil scharf, so «Euronews». Sie fürchteten die Nutzung der Chips zu militärischen Zwecken durch China.

    Reaktion unklar

    Nvidia öffnet damit den grossen chinesischen Markt wieder und betont Vorteile für US-Jobs und Fertigung, so «Heise online». Die monatelange Lobbyarbeit von Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang zeigt sich damit erfolgreich; er hatte vor Chinas eigener Chip-Entwicklung gewarnt.

    Trump Nvidia CEO
    Immer wieder traf Trump Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang. (Archivbild) - Keystone

    Tatsächlich gelten die zwei Jahre alten H200 nicht mehr als Spitzenmodell. China entwickelt laut der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» selbst bereits leistungsstärkere Alternativen.

    Wie China mit der Freigabe durch Trump umgehen wird, scheint laut der Nachrichtenagentur «Reuters» unklar. In der Vergangenheit habe Peking Firmen von US-Technologie abgeraten und eigene Halbleiter vor Nvidia-Produkten priorisiert.

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    Kommentare

    User #4976 (nicht angemeldet)

    also China muss 25% Zoll an USA zahlen, damit sie die Chips kaufen dürfen, verstehe ich das richtig??

    User #5249 (nicht angemeldet)

    Der B200 kann im Vergleich zu H200-Systemen bis zu 3-mal schneller für das Training und 15-mal schneller für die Inferenz sein als H200-Systeme, abhängig von der spezifischen Arbeitsbelastung und der Systemkonfiguration (z. B. in einem Multi-Chip-Server-Setup). Von daher wird hier ein alter Hut für viel Geld an China verkauft. Warum sollte China das machen wenn sie wirklich schon so weit mit ihrer Eigenentwickling wären?

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