UN fordern Wiedereröffnung der Grenzübergänge in Gazastreifen
Die Vereinten Nationen haben die Wiedereröffnung der Grenzübergänge in den Gazastreifen durch Israel gefordert. Die lokalen Vorräte gingen zur Neige, sagte ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres in New York. «Unsere Partner sind gezwungen, Treibstoff zu rationieren und lebensrettende Massnahmen zu priorisieren – wenn auch mit reduzierter Kapazität.» Betroffen seien unter anderem Bäckereien, Krankenhäuser und Entsalzungsanlagen.

Israel hatte am Samstag mitgeteilt, die Übergänge bis auf weiteres zu schliessen und dies mit Blick auf den Krieg mit dem Iran als «notwendige Sicherheitsmassnahme» bezeichnet. Israel schloss aus, dass sich dies auf die humanitäre Lage im Gazastreifen auswirken werde. «Der vorhandene Vorrat dürfte für einen längeren Zeitraum ausreichen», hiess es von der zuständigen israelischen Cogat-Behörde.
Der UN-Sprecher sagte dagegen, die reduzierte Wasserproduktion habe in einigen Gebieten der Stadt Gaza dazu geführt, dass den Menschen nur noch rund zwei Liter Trinkwasser pro Tag zur Verfügung stünden. Auch medizinische Evakuierungen und die Rückkehr von Menschen in den Gazastreifen sei eingestellt worden. Die Preise für Grundnahrungsmittel stiegen bereits. «Es ist unerlässlich, dass alle Grenzübergänge so schnell wie möglich wieder vollständig geöffnet werden», sagte der Sprecher.










