Jeff Bezos: KI bringt uns die Drei-Tage-Woche!
Ausgerechnet Jeff Bezos prophezeit dank KI die Drei-Tage-Woche. Der Amazon-Gründer sieht Paare bald ohne zwei Löhne leben – und profitiert selbst vom KI-Boom.

Das Wichtigste in Kürze
- Jeff Bezos erwartet dank KI eine Drei-Tage-Woche für Berufstätige.
- Laut dem Amazon-Gründer müssten Paare dank KI nicht mehr zwingend beide arbeiten.
- Bezos selbst profitiert als Amazon-Gründer und KI-Unternehmer vom KI-Boom.
Amazon-Gründer Jeff Bezos (62) sieht in künstlicher Intelligenz den Weg zu mehr Freizeit. In einem «Fox News»-Interview sagte er, viele Menschen könnten bald mit drei Arbeitstagen pro Woche über die Runden kommen.
Der Grund sei die steigende Produktivität. Sie verändere, wie viel Arbeit eine Familie zum Leben brauche. «Manche Menschen werden zu dem Schluss kommen: ‹Ich kann meine Familie ernähren, wenn ich drei Tage pro Woche arbeite›», sagte Bezos.
Damit rüttelt er am klassischen Familienmodell. «Man wird keinen Doppelverdiener-Haushalt mehr brauchen», so der Amazon-Gründer. Und weiter: «Wer arbeiten will, kann es gerne tun. Wer es nicht will, bei dem könnte einer der Partner aus dem Berufsleben ausscheiden.»
Für Firmen hätte das Folgen. Wenn weniger Menschen einen zweiten Job brauchen, wird es laut Jeff Bezos schwieriger, genügend Personal zu finden. Unternehmen müssten deshalb attraktivere Arbeitsbedingungen bieten.
Woher soll das Geld kommen, Jeff Bezos?
Offen bleibt, warum Unternehmen ihre Produktivitätsgewinne an die Angestellten weitergeben sollten, statt Stellen zu streichen. Bezos setzt auf den Wettbewerb um Personal. Dass KI Arbeitsplätze kosten könnte, erwähnt er in den zitierten Aussagen nicht.
Wichtig: Bezos selbst gehört mit Amazon zu den Profiteuren des KI-Booms. Der Cloud-Ableger AWS verdient an der KI-Nachfrage. Ausserdem hat die Beteiligung an Anthropic (Claude) den Amazon-Gewinn im zweiten Quartal 2026 stark erhöht.

Bei den Anlegern sei der Optimismus gebremst, meint der Multi-Milliardär weiter. «Für Investoren ist das eine knifflige Angelegenheit. Jedes Experiment wird finanziert – die guten Ideen ebenso wie die schlechten», sagt Bezos.
In der unübersichtlichen Anfangsphase sei es schwer, tragfähige Projekte von überbewerteten zu unterscheiden.
















