Künstliche Intelligenz

Schweizer KMU sehen Künstliche Intelligenz nicht als Jobkiller

Keystone-SDA
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Zürich,

Killt die Künstliche Intelligenz meinen Job? Diese Sorge teilen viele. Eine neue Umfrage unter Schweizer KMU gibt nun etwas Entwarnung.

KI
Zwei Drittel der Schweizer KMU erwarten keine fundamentale Veränderung der Arbeitswelt durch die Künstliche Intelligenz, wie aus einer Studie der AXA hervorgeht. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • KMU setzen KI vor allem für Übersetzungen und Korrespondenz ein.
  • 47 Prozent erwarten Zeiteinsparungen, aber keine Veränderung bei den Stellen.
  • Nur 12 Prozent rechnen damit, künftig dank KI Personal abbauen zu können.

Künstliche Intelligenz ist bei Schweizer KMU mittlerweile weit verbreitet, sorgt aber bislang kaum für grundlegende Veränderungen. Drei Viertel der Unternehmen nutzen KI bereits oder erproben sie.

Dennoch erwarten zwei Drittel keine fundamentale Veränderung der Arbeitswelt, wie aus der am Dienstag veröffentlichten KMU-Arbeitsmarktstudie der AXA hervorgeht.

35 Prozent der befragten KMU integrieren Künstliche Intelligenz demnach bereits bewusst in ihre Unternehmensprozesse, weitere 39 Prozent erproben die Technologie.

KMU jubeln über Zeitersparnis durch Künstliche Intelligenz

Damit hat sich die Verbreitung nach dem deutlichen Anstieg im Vorjahr stabilisiert. Zwischen 2024 und 2025 war der Anteil der Unternehmen, die KI nutzten oder ausprobierten, von 55 auf 71 Prozent gestiegen.

Auch bei den Einsatzgebieten geht die Entwicklung weiter. Besonders häufig wird KI für Übersetzungen (47 Prozent), Korrespondenz (42 Prozent) und Werbetexte (35 Prozent) eingesetzt.

Zugenommen hat vor allem die Nutzung zur Optimierung von Arbeitsschritten: Der Anteil stieg seit 2024 von 23 auf 35 Prozent. Bei Datenanalysen erhöhte er sich von 22 auf 34 Prozent. Kundenbetreuung und Support stagnieren dagegen bei 17 Prozent.

Bei den Auswirkungen auf die Beschäftigung bleiben die Unternehmen zurückhaltend. 47 Prozent der KMU mit KI-Erfahrung erwarten zwar Zeiteinsparungen, aber keine Veränderung bei der Zahl der Stellen.

Nur Minderheit der KMU kann auf Personal durch KI verzichten

Nur 12 Prozent rechnen damit, künftig auf Personal verzichten zu können. Auch beim Geschäftsmodell sehen die meisten keinen Anpassungsbedarf: 31 Prozent bejahen einen solchen, während knapp zwei Drittel keinen oder eher keinen Handlungsbedarf sehen.

Künstliche Intelligenz wird damit von den meisten KMU eher als Werkzeug zur Effizienzsteigerung denn als disruptive Kraft wahrgenommen. 41 Prozent sehen in der Technologie eine Chance für ihr Geschäft, 15 Prozent eine Bedrohung.

Bei grossen KMU ist die Bereitschaft zur Anpassung allerdings deutlich höher: 42 Prozent sehen Handlungsbedarf beim Geschäftsmodell, gegenüber 23 Prozent bei kleinen Unternehmen.

Kommentare

User #5369 (nicht angemeldet)

Momentan werden mit der KI hunderte von Milliarden "verbrannt", aber keine Sorge, alles zu unseren Gunsten und natürlich ohne Abbau von Jobs der Menschen :-)

User #5369 (nicht angemeldet)

Wenn ich mir Lohnkosten einsparen könnte, würde ich vielleicht auch argumentieren, dass es natürlich keine Jobs killen vernichten wird.

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