Fünf Tote bei Protesten in Nicaragua
In Nicaragua sind bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Regierungsanhängern und -gegnern fünf Menschen ums Leben gekommen. 20 weitere Personen erlitten Verletzungen.
Bei den anhaltenden Massenprotesten in Nicaragua sind am Mittwoch mindestens fünf Menschen gestorben. Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Regierungsanhängern und -gegnern wurden zudem mehr als 20 Menschen verletzt, wie Polizei und Opposition mitteilten.
Zwei Nachrichtensender der Opposition wurden demnach angegriffen. In der Hauptstadt Managua schossen nach Polizeiangaben Vermummte auf Familien, die an einer Kundgebung für die Regierung teilnahmen, und verletzten zwölf Menschen, darunter fünf Polizisten. Zwei Mitglieder der Jugendorganisation der regierenden sandinistischen Partei (FSLN) starben später.


Das nicaraguanische Menschenrechtszentrum berichtete von zwei Toten und zwölf Verletzten bei Zusammenstössen im nördlichen Verwaltungsbezirk Esteli. Ein fünfter Mensch starb, als Regierungsanhänger in Managua das Feuer auf eine Kundgebung eröffneten.
Präsident Daniel Ortega wies unterdessen Forderungen der Opposition nach seinem Rücktritt zurück. «Nicaragua gehört uns allen und wir bleiben alle hier», sagte er vor mehreren tausend Anhängern in der Hauptstadt. Es war das erste Mal, dass der 72-Jährige öffentlich auf die Forderungen nach vorgezogenen Präsidentschaftswahlen reagierte.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Massenproteste in Nicaragua halten an.
- Bei Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und -anhängern sind fünf Menschen gestorben.
- 20 weitere Personen verletzten sich dabei.












