Gleich mehr als ein Flächenbrand wütet in Nordkalifornien. Einige sind ausser Kontrolle und bedrohen Ortschaften.
Flächenbrand
Ein abgebranntes Haus in Kalifornien. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Erneut wütet dutzende Waldbrände in Nordkalifornien.
  • Trotz des Einsatzes der Feuerwehr sind die Brände ausser Kontrolle.

Die Feuerwehr in Nordkalifornien bekommt es gleich mit mehr als einem grossen Flächenbrand zu tun. Im Bezirk El Dorado County bedrohen die Flammen Ortschaften und haben viele Menschen in die Flucht getrieben.

Das sogenannte Caldor-Feuer ist innerhalb von 24 Stunden fast ums Zehnfache angewachsen, wie die Feuerwehr am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Es habe nunmehr eine Fläche von über 217 Quadratkilometern Land erfasst.

In der Ortschaft Grizzly Flats brannten eine kleine Schule und viele andere Gebäude ab, wie der «San Francisco Chronicle» berichtete. Nur wenige Häuser seien verschont geblieben. Zwei Menschen wurden bei der Evakuierung verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Der kalifornische Gouverneur hat für die Region östlich der Landeshauptstadt Sacramento den Notstand ausgerufen.

Flächenbrand völlig ausser Kontrolle

Trotz eines Grosseinsatzes der Feuerwehr war der Waldbrand am Mittwoch noch völlig ausser Kontrolle. Die Feuerwehr verwies auf gefährliche Bedingungen wegen extrem trockener Vegetation und heftiger Winde. Dichter Rauch lag über der Region, betroffen war auch das nahe gelegene Ausflugsgebiet Lake Tahoe in der Sierra Nevada.

Die Umweltbehörden stuften die Luftqualität an Dutzenden Messstationen als «ungesund» ein. Wegen Waldbrandgefahr und Rauchbelastung wurde der Nationalforst El Dorado für Wanderer und andere Besucher gesperrt. Die Schliessung ist zunächst bis Ende September vorgesehen.

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Das Satellitenbild zeigt das Dixie-Feuer in Nordkalifornien. Feuerwehrleute kämpfen seit dem 14. Juli gegen das Dixie-Feuer. Foto: Planet Labs Inc. - dpa

Auch im Lake County, rund 200 Kilometer nördlich von San Francisco, wurden Tausende Menschen angewiesen, vorsichtshalber ihre Häuser zu räumen. Das sogenannte Cache-Feuer soll dort mehrere Gebäude erfasst haben.

Dixie-Feuer war das zweitgrösste der Geschichte

Der Westen der USA und Kanadas wird seit vielen Wochen von einer Serie von Waldbränden heimgesucht. Das sogenannte Dixie-Feuer in Nordkalifornien wütet seit Mitte Juli und hat dort bisher rund 2572 Quadratkilometer Fläche niedergebrannt.

Das zweitgrösste Feuer in der Geschichte Kaliforniens ist auch nach wochenlangem Einsatz der Feuerwehr noch nicht komplett unter Kontrolle. Der Flächenbrand hat über 1200 Gebäude zerstört und die frühere Goldgräberstadt Greenville weitgehend niedergebrannt.

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