Krieg

    Ex-Verteidigungsminister warnt vor weiteren sechs Monaten Krieg

    Laurin Zaugg
    Laurin Zaugg

    USA,

    Laut dem ehemaligen US-Verteidigungsminister Leon Panetta dürfte der Iran-Krieg weitere sechs Monate andauern. Er sagt, Trump habe sich festgefahren.

    Panetta Trump
    Leon Panetta, Ex-US-Verteidigungsminister, befürchtet, dass der Iran-Krieg weitere sechs Monate andauern wird. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein ehemaliger US-Verteidigungsminister äussert sich zur Situation im Iran-Krieg.
    • Der Krieg dürfte laut ihm weitere sechs Monate andauern.
    • Trump habe drei Optionen, den Krieg zu beenden.

    Der Krieg im Iran droht, zu einem «ewigen Krieg im Nahen Osten» ohne klares Ende in Sicht zu werden. Das zumindest die Meinung des Ex-US-Verteidigungsministers Leon Panetta.

    Es sei kein Geheimnis, dass sich die Vereinigten Staaten und der Iran in einem «schrecklichen Patt» befänden. Im Interview mit dem «Guardian» wagt er sogar eine Prognose: «Ich denke es ist wahrscheinlich, dass dieser Krieg noch weitere sechs Monate andauern wird.»

    Das Hauptproblem sei das Bild der USA, dass durch die Situation im Iran-Krieg entstehe: «Was mich beunruhigt, ist, dass wir unseren Hauptgegnern eine Botschaft der Schwäche senden», sagt Panetta. Er bezieht sich dabei auf China, Russland, Nordkorea sowie den Iran selbst.

    Drei Optionen zur Beendigung des Kriegs

    Es gebe es nur sehr wenige Möglichkeiten, den Krieg zu beenden, denn Trump habe sich «festgefahren». Genau gesagt hat Trump laut Panetta nur drei Optionen. Die erste Option wäre wegzugehen und «zuzugeben, dass es ein gescheiterter Krieg ist».

    Panetta kann sich jedoch kaum vorstellen, dass Trump dies tun werde. Die zweite Option: Beidseitige periodische Angriffe mit dem Ziel, «den Beginn eines gefährlichen Kriegs zu vermeiden». Dies, «während sich beide Parteien weigern, zu verhandeln oder sich zu ergeben».

    Das hätte einen langwierigen Krieg im Nahen Osten zur Folge, «wovor alle Parteien Angst hatten», sagt Panetta. Die dritte Option bestünde darin, dass die USA die Kontrolle über die Strasse von Hormus übernehmen.

    Damit würden sie den «gefährlichsten Hebelpunkt» Irans entfernen, sagt Panetta. Es sei nur möglich den Krieg zu gewinnen, «wenn es eine dramatische Veränderung in der Haltung der Vereinigten Staaten gibt».

    Donald Trump habe keine Glaubwürdigkeit

    Der US-Präsident stecke aktuell in «den schlimmsten aller Welten». Er habe keine Glaubwürdigkeit und jede Drohung, die er ausspreche, werde völlig ignoriert, so Panetta. Viele Amerikaner hätten deshalb das Vertrauen in Trumps Fähigkeit, den Krieg zu führen, verloren.

    Glaubst du, dass Donald Trump seine Glaubwürdigkeit auf der Weltbühne noch zurückgewinnen kann?

    Das Pentagon bestand in einer Erklärung darauf, «auf Hochtouren zu laufen». Die Annahme, dass das Ministerium im Chaos sei, sei völlig unbegründet.

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    Kommentare

    User #6479 (nicht angemeldet)

    Geht nach Hause

    User #1168 (nicht angemeldet)

    Israel hat deutlich ausgesagt diesen Krieg nicht zu beenden. Warum sollte auf einmal Amerika alleine entscheiden können.

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