Erdbeben

    Erdbeben in Kolumbien fordert 265 Tote – Suche läuft weiter

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Kolumbien,

    Das Erdbeben in Kolumbien fordert 265 Tote und setzt die Rettungskräfte vor Ablauf des 72-Stunden-Fensters unter Zeitdruck.

    Erdbeben
    Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien kämpfen die Rettungskräfte gegen die Zeit, um weitere Überlebende zu bergen. - getty images

    Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien läuft die Suche nach Überlebenden weiter. Für die Rettungskräfte schliesst sich am Donnerstag das entscheidende 72-Stunden-Fenster, berichtet der «Standard».

    Danach sinken die Chancen, verschüttete Menschen noch lebend aus den Trümmern zu bergen. Die Regierung verstärkt deshalb den Einsatz mit internationalen Such- und Rettungsteams, wie die «Bluewin» schreibt.

    Das Erdbeben der Stärke 7,4 ereignete sich am Montagmorgen um 7.34 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Westen des Landes und rund 103 Kilometer tief.

    Nach Erdbeben: Zahl der Opfer steigt

    Mindestens 265 Menschen kamen bei dem Erdbeben ums Leben, rund 3500 weitere wurden verletzt. Offiziell gelten nach Angaben von Präsident Abelardo de la Espriella zudem 496 Menschen als vermisst, so der «Standard».

    Die tatsächliche Zahl könnte jedoch deutlich höher liegen als die offizielle Angabe. Angehörige suchen laut einer inoffiziellen Datenbank nach rund 4200 Menschen, wie die «Bluewin» berichtet.

    Würdest du dich nach einem Erdbeben in ein betroffenes Gebiet wagen?

    Mehr als 53'000 Menschen sind nach Angaben der Regierung betroffen. 140 Gebäude stürzten vollständig ein, während Zehntausende Wohnungen beschädigt wurden, schreibt das «NTV».

    Internationale Hilfe für Rettungskräfte

    Präsident Abelardo de la Espriella kündigte einen wirtschaftlichen Notstand an. Damit sollen Mittel für den Wiederaufbau schneller bereitgestellt werden können, so die «Bluewin».

    Nach Kritik an seinem Krisenmanagement ernannte der Präsident einen neuen Leiter der Katastrophenschutzbehörde UNGRD. Der bisherige Verantwortliche war von der linken Vorgängerregierung eingesetzt worden, berichtet der «Standard».

    Der neue Katastrophenschutzleiter David Tamayo kündigte Unterstützung aus mehreren Ländern an. Such- und Rettungsteams aus den USA, Israel, Ecuador und El Salvador sollen die örtlichen Kräfte entlasten, schreibt die «Bluewin» weiter.

    Weitere Hilfslieferungen angekündigt

    Die internationalen Rettungsteams sollen die örtlichen Einsatzkräfte nach mehreren Tagen Dauereinsatz ablösen. Dadurch sollen sich die bisherigen Helfer von den anhaltenden Bergungsarbeiten erholen können.

    Auch humanitäre Hilfsgüter aus weiteren Staaten sind nach Angaben der Regierung unterwegs. Aussenminister Omar Bula erklärte der «Bluewin» zufolge, internationale Hilfe werde unabhängig von politischen Erwägungen angenommen.

    Erdbeben
    Zwei Tage nach dem Erdbeben fahren Menschen an einem Bagger vorbei, der Trümmer beseitigt. - keystone

    Unter anderem kündigte die linksgerichtete Regierung Mexikos Hilfslieferungen an. Nach dem Erdbeben wurden zudem zahlreiche Nachbeben registriert, berichtet der «Standard».

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    2 Interaktionen
    Cali
    Erdbeben Kolumbien
    Tote in Kolumbien
    Erdbeben
    11 Interaktionen
    Bern

    MEHR IN NEWS

    sanaa
    Berichte
    snb leitzins
    SNB schüttet aus
    USS Theodore Roosevelt (CVN-71)
    Medien berichten

    MEHR ERDBEBEN

    Erdbebendienst
    4 Interaktionen
    Für Bund
    Ayacucho
    Amatrice Erdbeben
    Amatrice

    MEHR AUS KOLUMBIEN