Entscheid über Auslieferung von Huawei-Finanzchefin an USA offen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Kanada,

    Vor einem kanadischen Gericht sind die Anhörungen zu einer möglichen Auslieferung der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou ohne Entscheid zu Ende gegangen.

    Kanada USA Finanzchefin von Huawei
    Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou unterwegs zur Anhörung an einem Gericht in Vancouver. - AP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Es bleibt offen, ob Kanada die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou an die USA ausliefert.
    • US-Behörden werfen ihr Verstösse gegen die Iran-Sanktionen vor.

    Ob Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou von Kanada an die USA ausgeliefert wird, bleibt vorerst offen. Vor einem Gericht in Vancouver sind die Anhörungen zu einer möglichen Auslieferung ohne Entscheid zu Ende gegangen.

    Sie behalte sich eine Entscheidung in dem Fall vor, sagte die Richterin Heather Holmes am Donnerstag. Ein Datum nannte sie aber nicht. Weitere Anhörungen sind für April, Juni und September angesetzt. Die Anhörungen hatten am Montag begonnen.

    Die in Kanada unter Auflagen freigelassene Meng Wanzhou traf mit einer elektronischen Fussfessel vor dem Gericht in Vancouver ein. Die 47-Jährige will sich mit aller Kraft gegen eine Auslieferung in die USA wehren. Die US-Behörden werfen der ältesten Tochter des Huawei-Firmengründers Ren Zhengfei Verstösse gegen die Iran-Sanktionen vor.

    Im Dezember 2018 festgenommen

    Die Finanzchefin des chinesischen Smartphone- und Technologieriesen war Anfang Dezember 2018 auf Betreiben der USA in Vancouver festgenommen worden. Sie kam gegen Zahlung einer Millionen-Kaution und unter strengen Auflagen frei und lebt seit einem Jahr in einem ihrer zwei Anwesen in Vancouver.

    Mengs Anwälte bezeichnen die Festnahme ihrer Mandantin als illegal. Für Mengs Vater sind die Vorwürfe eine US-Verschwörung, um Huawei zu schaden. Die US-Regierung sieht die chinesische Firma als Sicherheitsrisiko an. Peking drängt Ottawa zur Freilassung von Meng und bezeichnet den Fall als «ernsten politischen Vorfall».

    In den Anhörungen in dieser Woche wurde vor allem die Frage diskutiert, ob die US-Vorwürfe gegen Meng auch in Kanada als Straftat gelten. Meng soll laut den US-Behörden der britischen Bank HSBC nicht die Wahrheit über Huaweis Beziehung zu dessen iranischer Tochterfirma gesagt haben. Sehen die Richter den Vorwurf auch unter kanadischem Gesetz als Straftatbestand, würde das Verfahren weitergeführt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Huawei kamera
    11 Interaktionen
    Nach Google-Sperre
    Huawei Liang Hua
    5 Interaktionen
    Trotz US-Sanktionen

    MEHR IN NEWS

    a
    61 Interaktionen
    Heute Midterms
    1 Interaktionen
    Stuttgart
    demo
    13 Interaktionen
    Zürich
    3 Interaktionen
    Frankfurt/Main

    MEHR AUS KANADA

    Mark Carney
    45 Interaktionen
    Montreal
    Kanada EU
    11 Interaktionen
    Montreal/Brüssel
    Eisschild
    11 Interaktionen
    Eisschild
    27 Interaktionen
    Montreal/Brüssel