FBI

    Dutzende FBI-Akten fehlen – auch mit Trump-Anschuldigungen

    Belinda Schwenter
    Belinda Schwenter

    USA,

    Dutzende von Zeugenaussagen in den FBI-Akten zu Jeffrey Epstein fehlen offenbar. Die fehlenden Aussagen könnten US-Präsident Donald Trump belasten.

    Epstein
    Im vergangenen Monat wurde eine umfangreiche Sammlung von Epstein-Dokumenten veröffentlicht – doch Dutzende fehlen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Über 90 der 325 FBI-Zeugenaussagen zum Epstein-Skandal sind nicht auffindbar.
    • Unter den fehlenden Akten befinden sich drei Interviews mit einer missbrauchten Frau.
    • Ihre Aussagen würden auch US-Präsident Donald Trump belasten.

    Bei den FBI-Akten zu Jeffrey Epstein fehlen offenbar Dutzende von Zeugenaussagen. Das zeigt eine Analyse des Nachrichtensenders «CNN».

    Das Justizministerium hatte im vergangenen Monat eine umfangreiche Sammlung von Epstein-Dokumenten veröffentlicht. Ein Beweisprotokoll listet etwa 325 FBI-Zeugenaussagen auf. Doch über 90 dieser Dokumente sind auf der Website des Justizministeriums nicht auffindbar.

    Drei Interviews mit einem Opfer fehlen

    Unter den fehlenden Unterlagen befinden sich drei Interviews mit einer Frau. Sie berichtete den Behörden, Epstein habe sie ab dem Alter von etwa 13 Jahren wiederholt missbraucht. Zusätzlich beschuldigt sie Trump, sie sexuell angegriffen zu haben.

    Die Frau meldete sich erstmals am 10. Juli 2019 bei einer FBI-Hotline. Das war wenige Tage nach Epsteins Verhaftung. Zwei Wochen später führten FBI-Agenten ein Interview mit ihr im Büro ihres Anwalts.

    Sie berichtete, Epstein habe sie wiederholt in einem Haus in South Carolina missbraucht. Der Missbrauch begann, als sie etwa 13 Jahre alt war.

    Während des Interviews zeigte die Frau den Agenten ein bekanntes Foto von Trump und Epstein. Ihr Anwalt sagte daraufhin, sie sei «besorgt, weitere Personen zu belasten, insbesondere bekannte, aus Angst vor Vergeltung».

    Robert Garcia, der führende Demokrat im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses, äusserte sich besorgt über die fehlenden Dokumente.

    «Wir haben eine Überlebende, die schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten erhoben hat», sagte Garcia gegenüber «CNN». Es gebe eine Reihe von Dokumenten und möglicherweise FBI-Interviews mit der Überlebenden, die fehlen würden.

    «Falsch und sensationsheischend»

    Trump hat bisher alle Vorwürfe im Zusammenhang mit Epstein bestritten. Das Weisse Haus bezeichnete die Beschuldigungen gegen Trump als «falsch und sensationsheischend».

    Die Regierung verwies auf eine frühere Stellungnahme des Justizministeriums. Dieses hatte erklärt, einige Dokumente enthielten «unwahre und sensationsheischende Behauptungen gegen Präsident Trump».

    Hat dich erstaunt, wie viele bekannte Namen in den Epstein-Akten auftauchten?

    Ein Sprecher des Justizministeriums bestritt, dass Epstein-Akten gelöscht worden seien. «Wir haben nichts gelöscht und wie wir immer gesagt haben, wurden alle relevanten Dokumente bereitgestellt», so der Sprecher.

    Mehrere Epstein-Opfer haben in den vergangenen Wochen auf der Website des Justizministeriums nach Dokumenten ihrer eigenen FBI-Interviews gesucht. Viele blieben erfolglos.

    «Wir alle haben nach unseren Opferaussagen gesucht», sagte Jess Michaels gegenüber CNN. Sie wurde im Alter von 22 Jahren von Epstein missbraucht.

    Michaels argumentierte, die stark geschwärzten und fehlenden Interviewberichte deuteten darauf hin, dass das Justizministerium «das ganze Land manipuliert».

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    Kommentare

    User #4701 (nicht angemeldet)

    So ein zufall aber auch

    User #4701 (nicht angemeldet)

    Trump hatte genug Zeit und Einfluss um allse Spuren verwischen zu lassen und Epstein zum schweigen zu bringen

    Weiterlesen

    USA Trump Jeffrey Epstein
    305 Namen!
    epstein-files
    Epstein-Akten
    taeser
    Bei Trump-Rede

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