Donald Trump hält Geheimdienst Einschätzung zu Iran für naiv

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    Der US-Geheimdienst glaubt nicht, dass der Iran an einer Atomwaffe baut. Präsident Donald Trump hält diese Aussage für naiv.

    Donald Trump, US-Präsident
    Donald Trump hält die Einschätzung der Geheimdienste für naiv. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trump kündigte im letzten Jahr das Atomabkommen mit dem Iran.
    • Der Geheimdienst sei naiv und untätig, was die Bedrohung durch den Iran angeht.

    US-Präsident Donald Trump hat einer Einschätzung seiner eigenen Geheimdienste über den Iran widersprochen und ihnen Ahnungslosigkeit unterstellt. «Die Leute beim Geheimdienst scheinen extrem untätig und naiv zu sein, was die Bedrohung durch den Iran angeht. Sie liegen falsch!», schrieb er heute Mittwoch auf Twitter.

    Seit er aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen sei, sei das Land anders, stelle aber noch immer eine mögliche Bedrohung dar. Trump verwies dabei auf Raketentests Teherans. Spöttisch fügte er hinzu, dass die Geheimdienstler «vielleicht wieder zur Schule gehen sollten».

    Geheimdienst glaubt nicht an Atomwaffe

    Trump reagierte damit offensichtlich auf eine Aussage des US-Geheimdienstkoordinators Dan Coats, wonach der Iran momentan nicht an einer Nuklearwaffe arbeite. «Wir glauben nicht, dass der Iran derzeit die Schlüsselaktivitäten unternimmt, von denen wir glauben, dass sie für den Bau einer nuklearen Waffe notwendig sind», hatte Coats vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats erklärt.

    Der Geheimdienstkoordinator widersprach damit Trump und Aussenminister Mike Pompeo. Beide hatten Informationen als glaubhaft bezeichnet, dass der Iran den Bau einer Atomwaffe nie aufgegeben habe. Die Erkenntnisse waren Teil der Grundlage für die Entscheidung Trumps, die Beteiligung der USA am Atomabkommen mit dem Iran zu beenden.

    Der iranische Aussenminister machte sich auf Twitter über die Differenzen zwischen Trump und dem Geheimdienst lustig. Es sei peinlich, wenn der eigene Geheimdienst dem Präsidenten, den Kriegstreibern in dessen Regierung und Israel widerspreche, twitterte Mohamed Dschawad heute Mittwoch. 

    Trump hätte im Zusammenhang mit dem Iran – und dem Wiener Atomabkommen von 2015 – von Anfang an auf die ehemalige US-Regierung, die Europäische Union und die Uno hören sollen, so der iranische Chefdiplomat unter dem Hashtag #ThatAwkwardMoment.

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    Kommentare

    User #3939 (nicht angemeldet)

    NUR naiv.

    User #8694 (nicht angemeldet)

    Der einzige der hier Naiv ist und ständig nur absoluten Mist rauslässt, ist doch wohl kein anderer als Trump selbst. Wahrscheinlich mit Absicht damit ihm die Amerikanischen Wähler, die noch an ihn Glauben die Stange halten. Das zeigt leider mal wieder die beschränkte Sichtweise von einem grossen Teil dieses Volkes. Nach dem Motto "Er weiss schon was für uns alle gut ist"

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