Disney will künftig mehr auf Streaming setzen

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    Disney leidet besonders unter der Corona-Krise. Jüngst erst wurde die Entlassung von 28.000 Mitarbeitern angekündigt. Der Unterhaltungskonzern will sich neu ausrichten. Im Zentrum stehen sollen Video-on-demand-Dienste.

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    Das Walt Disney Co. Logo ist in der New York Stock Exchange (USA) auf einem Bildschirm zu sehen. Foto: Richard Drew/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney passt inmitten der Corona-Krise seine Konzernstruktur an, um sich künftig stärker auf den boomenden Streaming-Markt auszurichten.

    Die Neuaufstellung bündelt das TV- und Filmgeschäft mit den Online-Videodiensten in der neuen Sparte Media and Entertainment Distribution, wie Disney am Montag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Burbank mitteilte. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kurssprung um fünf Prozent.

    Der Umbau soll das Medien- und Werbegeschäft besser mit den Online-Services verknüpfen und Inhalte zugänglicher für die Streaming-Plattformen machen. So wird vor allem der im November 2019 gestartete Netflix-Konkurrent Disney+ in der Konzernhierarchie nach vorne gerückt, aber auch die anderen On-Demand-Video-Dienste wie ESPN+ und Hulu. In Zukunft liege der «vorrangige Fokus» auf den Streaming-Services des Unternehmens, erklärte Disney.

    Zum Chef der neuen Sparte wurde Kareem Daniel befördert. Er ist bereits seit 14 Jahren bei Disney und kümmerte sich zuletzt in der Themenpark-Sparte unter anderem um Fanartikel. Die Neuausrichtung erfolgt in einer schweren Krise. Die Corona-Pandemie hat Disneys Entertainment-Imperium lahmgelegt, jüngst erst wurde die Entlassung von 28.000 Mitarbeitern angekündigt. Die neue Struktur habe damit aber nichts zu tun, beteuerte Konzernchef Bob Chapek im US-Sender CNBC. Es gehe allein darum, «strategisch das Richtige zu tun».

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