Chemie-Unfall in USA: Sechs der neun Vermissten tot geborgen
Nach dem Unglück auf dem Gelände einer Verpackungsfirma im Nordwesten der USA wurden sechs der neun zuletzt noch als vermisst geltenden Arbeiter tot geborgen. Das teilte die Feuerwehr bei einer Pressekonferenz mit. Die Zahl der bestätigten Todesopfer steigt damit auf acht. Allerdings hatte die Feuerwehr bereits am Vortag mitgeteilt, dass sie nicht mehr damit rechnet, Überlebende zu finden.

Am Dienstag war auf dem Gelände der Firma, die Kartons für Flüssigkeiten herstellt, ein riesiger Tank mit Weisslauge geborsten. Der Tank hat laut Feuerwehr eine Kapazität von mehr als 3,4 Millionen Litern. Die Räumungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil der Tank zunächst als einsturzgefährdet galt. Acht Menschen waren mit Verletzungen ins Krankenhaus gekommen.
Das Gelände der Verpackungsfabrik grenzt direkt an den Columbia River, der die Bundesstaaten Washington und Oregon trennt. Nach Angaben der Feuerwehr ist bei dem Unfall ein Teil der Weisslauge in den Fluss gelangt.
Zudem sei kontaminierte Flüssigkeit in ein Deichnetz gelangt, das sich durch die gesamte Gemeinde von Longview ziehe, sagte ein Mitarbeiter der Umweltschutzbehörde EPA. «Es verläuft buchstäblich durch die Gärten der Anwohner.» Das könne für Menschen und Haustiere gefährlich werden.
Laut EPA wird zudem daran gearbeitet, die Flüssigkeit aus dem Deichsystem zu spülen, damit es nicht in die Trinkwasserbestände der Gemeinde gelange. Bisher zeigen Proben im Trinkwasser demnach aber keine Gefahr an.














