Trotz Krisen: Schweizer blicken zuversichtlich ins nächste Jahr
Trotz Krisen und steigenden Kosten sind die meisten Schweizerinnen und Schweizer optimistisch. Das zeigt eine neue Umfrage.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Grossteil der Schweizer Bevölkerung blickt zuversichtlich in die Zukunft.
- Dieser Optimismus wird primär aus dem sozialen Umfeld geschöpft.
- Viele möchten gesund alt werden, eine Familie gründen oder finanziellen Wohlstand erreichen.
Die aktuelle Weltlage kann die Zuversicht von Herrn und Frau Schweizer kaum trüben. Das zeigt eine neue Umfrage, die das Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag von Helvetia durchführte.
Demnach blicken 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer zuversichtlich ins nächste Jahr. Diese Zuversicht schöpfen sie vor allem aus sozialen Beziehungen, der Gesundheit und finanzieller Sicherheit. Unterschiede zeigen sich je nach Alter und Einkommen.
Sotomo befragte 1866 Personen in der Deutsch- und Westschweiz. Besonders zuversichtlich zeigten sich Personen über 65 Jahren (86 Prozent) und solche mit hohem Einkommen (89 Prozent).
In der Deutschschweiz war der Optimismus mit 82 Prozent grösser als in der Romandie (73 Prozent).
Soziales Umfeld stimmt optimistisch
Ihre Zuversicht schöpfen die Menschen in der Schweiz primär aus ihrem sozialen Umfeld. Freundschaften und Partnerschaften wurden von je 50 Prozent der Befragten als Quelle der Zuversicht genannt, die Familie von 49 Prozent.
Ebenfalls wichtig waren die eigene Gesundheit (49 Prozent), das Selbstvertrauen (46 Prozent) und die finanzielle Sicherheit (42 Prozent).
Gemäss der Umfrage verfolgen 98 Prozent der Befragten konkrete Lebensziele. Am häufigsten wurde der Wunsch genannt, gesund alt zu werden (77 Prozent).
Dahinter folgten Ziele wie Reisen (51 Prozent), eine Familie zu gründen (48 Prozent) oder finanziellen Wohlstand zu erreichen (42 Prozent).
Fehlende finanzielle Mittel bremsen Lebensziele aus
Die Zuversicht, diese Ziele zu erreichen, war unterschiedlich hoch. Bei den Zielen Familie (81 Prozent) und Ehe (79 Prozent) herrschte grosser Optimismus. Beim gesunden Altern (45 Prozent) und dem finanziellen Wohlstand (43 Prozent) war dieser deutlich geringer.
Als grösste Hindernisse bei der Verwirklichung der Lebensziele nannten die Befragten fehlende finanzielle Mittel. Auch nicht beeinflussbare Faktoren wie Schicksal oder Gesundheit (je 40 Prozent) wurden genannt.
Entsprechend gaben 82 Prozent an, dass finanzielle Mittel eine wichtige oder sehr wichtige Voraussetzung zur Erreichung ihrer Ziele seien.
Bei jüngeren Personen im Alter von 18 bis 34 Jahren war die Bedeutung des Geldes mit 86 Prozent hoch. Bei Personen über 65 Jahren lag diese bei 73 Prozent.
Bei den Themen Finanzen und Eigentum verspürten Männer (54 Prozent) häufiger Druck, ihre Lebensziele zu erreichen, als Frauen (46 Prozent). Bei Frauen war der Druck, berufliche Ziele zu erreichen (50 Prozent), verbreiteter als jener im Finanzbereich.













