Britney Spears will künftig nicht mehr live auftreten

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USA,

Britney Spears kämpft mit einem Insta-Post weiter für ihre Freiheit im Vormundschaftsstreit. Die US-Sängerin hat angekündigt, nicht mehr live aufzutreten.

Britney Spears
Anhänger der Sängerin Britney Spears demonstrieren für ihre Freiheit. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Britney Spears wehrt sich weiter gegen die Vormundschaft ihres Vaters Jamie.
  • Der Pop-Star hat angekündigt, erzwungene Bühnenauftritte zukünftig zu verweigern.
  • Stattdessen will sie ihre «wahren Fans» mit Tanzvideos aus ihrem Wohnzimmer erfreuen.

Im Vormundschaftsstreit mit ihrem Vater hat US-Popstar Britney Spears angekündigt, künftig nicht mehr live aufzutreten. Sie werde «in absehbarer Zeit auf keiner Bühnen auftreten, wenn mein Vater bestimmt, was ich trage, sage, tue oder denke». Das teilte die Sängerin am Samstagabend (Ortszeit) über die Online-Plattform Instagram mit.

«Ich gebe es auf!», fügte die 39-Jährige hinzu und will ihre Fans stattdessen mit Tanzvideos «aus meinem Wohnzimmer» unterhalten. Spears war im vergangenen Jahr vor Gericht gezogen, um ein Ende der Vormundschaft ihres Vaters Jamie Spears zu erwirken. Nach Angaben ihres Anwalts fürchtet sich die Sängerin vor ihrem Vater.

Britney Spears wurde zu Auftritten gezwungen

Spears wirft ihrem Vormund zudem vor, sie zu Auftritten gezwungen zu haben. Er habe sich auch in ihr Privatleben eingemischt, so sei sie daran gehindert worden, ihre empfängnisverhütende Spirale entfernen zu lassen. Dies, obwohl sie sich weitere Kinder wünsche. Die Ärzte hätten sie zudem zwangsweise auf Medikamente gesetzt.

«Mein sogenanntes Unterstützersystem hat mich tief verletzt», schrieb die Sängerin bei Instagram. Die Vormundschaft habe ihre Träume zerstört. Sie beklagte sich auch über mehrere Dokumentationen, die die rechtliche Entmündigung des Popstars nachzeichnen. «Ich mochte die Art und Weise nicht, wie die Dokumentationen demütigende Momente aus der Vergangenheit aufgreifen», erklärte Spears.

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Die Sängerin Britney Spears. (Archivbild) - Keystone

Das öffentliche Interesse an dem Vormundschaftsstreit wurde unter anderem durch den Dokumentarfilm «Framing Britney Spears» angeheizt. Unter dem Hashtag #FreeBritney fordern Spears' Fans ein Ende der Vormundschaft ihres Vaters. Nach einer Reihe von öffentlichen Zusammenbrüchen des einstigen Teenie-Stars hatte Jamie Spears 2008 die Vormundschaft für seine Tochter übernommen.

Er regelt seither ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten. Unter seiner Vormundschaft kehrte Spears rasch auf die Bühne zurück. Sie veröffentlichte drei Alben und übernahm sogar eine Dauershow in Las Vegas. Im Januar 2019 sagte sie jedoch alle Auftritte ab.

Britney Spears durfte eigenen Anwalt bestimmen

Am Mittwoch erlaubte ein Gericht in Los Angeles es der 39-Jährigen erstmals, einen eigenen Verteidiger zu bestimmen. Spears wird in dem Verfahren künftig von Mathew Rosengart vertreten. Dieser hat schon als Anwalt für Hollywood-Stars wie Sean Penn oder Steven Spielberg gearbeitet.

Britney Spears war Anfang der 2000er Jahre die bestbezahlte Sängerin der Welt. Dies mit ihren Hits wie «Baby One More Time», «Oops – I Did It Again» und «Toxic». Danach häuften sich bei ihr berufliche und private Rückschläge. Wegen psychischer Probleme wurde die Mutter zweier Söhne 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen.

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