Crans-Montana: Absprache bei Gemeindepräsi und Sicherheitsvorsteher?
Nicolas Féraud, Gemeindepräsident von Crans-Montana, soll sich mit dem früheren Sicherheitsverantwortlichen getroffen haben – trotz laufender Ermittlungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Neue Details aus der laufenden Untersuchung des Crans-Montana-Brandes werfen Fragen auf.
- Nicolas Féraud und Kevin Barras sollen sich vor ihren Aussagen abgesprochen haben.
- Die beiden werden für fehlende Sicherheitskontrollen im «Le Constellation» beschuldigt.
Seit der Silvesternacht mit dem verheerenden Brand in der Bar «Le Constellation» wird der Fall untersucht. Neue Informationen aus der laufenden Untersuchung werfen Fragen auf und sorgen erneut für Unruhe.
Im Zentrum stehen der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, und der ehemalige Sicherheitsverantwortliche, Kevin Barras.

Die beiden Männer sind wegen ihrer mutmasslichen Mitverantwortung für fehlende Sicherheitskontrollen im Lokal seit 2019 beschuldigt.
Barras wurde am Mittwoch als Beschuldigter befragt. Während seiner Befragung machte er eine Aussage, die für Aufsehen sorgte. Er behauptete, dass Féraud ihn in den letzten Tagen zweimal besucht habe.
Zweifel an «höflicher und unterstützender Visite»
Diese Besuche fanden statt, nachdem Féraud selbst als Beschuldigter befragt worden war. Die Behörden befürchten nun eine mögliche Absprache zwischen den beiden Männern hinsichtlich ihrer Aussagen.
Barras beschrieb die Besuche von Féraud laut «RTS» als «höfliche und unterstützende Visite». Doch diese Erklärung stösst auf Skepsis. Einige Anwälte äusserten ihre Bedenken. Sie befürchten, dass die Aussagen der beiden Männer aufeinander abgestimmt sein könnten.
Es entstehe der Eindruck einer Nähe zwischen den Beschuldigten, was zu weiteren Fragen führe. Die Treffen könnten den Anschein erwecken, als ob man «übereinstimmende Aussagen gegenüber den Staatsanwältinnen präsentieren» wolle.












