Joe Biden findet lobende Worte für das Coming-out der Sportler Carl Nassib und Kumi Yokoyama. Er sei stolz auf den Mut, den die beiden gezeigt haben.
Carl Nassib
Carl Nassib. - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Carl Nassib hat sich kürzlich als schwul, Kumi Yokoyama als transgender geoutet.
  • Nun lobt Joe Biden den Football-Spieler und den Fussballer.
  • Er sei stolz auf den Mut der beiden, schreibt der US-Präsident via Twitter.

US-Präsident Joe Biden hat Profi-Sportler Carl Nassib und Kumi Yokoyama für ihr Coming-out als schwul beziehungsweise transgender gelobt. «Euretwegen sehen sich zahllose Kinder auf der ganzen Welt heute in einem neuen Licht.» Das schrieb Biden am Dienstag (Ortszeit) im Onlinedienst Twitter. Er sei «stolz» auf den «Mut» der beiden «inspirierenden Athleten».

Mitten im «Pride Month» outete sich Carl Nassib am Montag als erster aktiver Profi in der NFL als schwul. Bislang hatten sich lediglich Profis nach ihrem Karriereende geoutet. Der 28-Jährige ist hingegen aktuell als Verteidiger der Las Vegas Raiders eine feste Grösse in der Liga.

Yokoyama: Druck in Japan ist gross

Kurz zuvor hatte sich auch der japanische Fussball-Profi Kumi Yokoyama (27) als Trans-Mann geoutet. Derzeit steht der Angreifer beim US-Frauen-Profiklub Washington Spirit unter Vertrag. Yokoyama hatte erklärt, in Japan sei der Druck gross, sich den Geschlechternormen anzupassen. In den USA und in Deutschland herrsche hingegen weniger Diskriminierung.

Kumi Yokoyama
Kumi Yokoyama (rechts) bei einem Spiel der japanischen Nationalmannschaft. - Keystone

Ob andere Nassibs und Yokoyamas Beispiel folgen werden, bleibt abzuwarten. Noch lässt sich die Zahl der offen schwulen Athleten in den grossen US-Ligen an einer Hand abzählen.

Im Februar hatten über 800 Fussballspielerinnen und -spieler in einer Kampagne des deutschen Magazins «11 Freunde» homosexuellen Sportlern Mut zugesprochen. Ihnen wurde volle Unterstützung und Solidarität zugesichert.

Uefa verbietet Regenbogen-Beleuchtung

Derzeit sorgt ein Verbot des europäischen Fussballverbands Uefa für Debatten. Dieser untersagte es, die Münchner Fussball-Arena beim letzten EM-Vorrundenspiel der deutschen Fussball-Nationalmannschaft gegen Ungarn am Mittwoch regenbogenfarben erstrahlen zu lassen.

Allianz Arena Euro 2020
Die Allianz Arena in München wollte gegen das ungarische Gesezt protestieren. Die Uefa legte jedoch ihr Veto ein. - dpa

Die Beleuchtung in den Farben der Lesben- und Schwulenbewegung sollte ein Zeichen setzen gegen ein in Ungarn verabschiedetes Gesetz. Dieses verbietet «Werbung» für Homosexualität oder Geschlechtsangleichungen bei Minderjährigen.

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