Angesichts der Corona-Pandemie hat sich US-Präsident Joe Biden für den Aufbau eines «Frühwarnsystems» für neue biologische Bedrohungen ausgesprochen. Es gehe darum künftige Bedrohungen «vorzubeugen, sie zu entdecken und ihnen entgegenzutreten, denn sie werden kommen», sagte Biden am Freitag in einer Videoschalte der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) müsse reformiert werden, forderte er. Mit Blick auf die Vereinten Nationen fügte Biden hinzu: «Wir brauchen ein UN-System, das sich auf biologische Bedrohungen konzentriert und schnelles Handeln anstossen kann», sagte Biden.
Münchner Sicherheitskonferenz - US-Präsident Biden
dpatopbilder - 19.02.2021, USA, Washington: Joe Biden, Präsident der USA, spricht aus dem East Room im Weissen Haus, während er an der virtuellen Münchner Sicherheitskonferenz teilnimmt. Biden will auf der Sicherheitskonferenz die Bedeutung der Demokratie für die Partnerschaften der USA betonen. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Unmittelbar zuvor hatte auf der Konferenz auch Bill Gates für Milliarden-Investitionen zur Vorbereitung auf die nächste Pandemie geworben.

Es müssten sowohl Kapazitäten für die Produktion von Impfstoffen als auch ein permanentes Team von rund 3000 Experten und Forschern aufgebaut werden, die sofort für den Kampf zur Eindämmung der nächsten Pandemie eingesetzt werden könnten, forderte Gates.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind der WHO zufolge bislang rund 110 Millionen bestätigte Infektionen gemeldet worden. Mehr als 2,4 Millionen Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Experten gehen in vielen Ländern bei Infektionen und Todesfällen von einer hohen Dunkelziffer aus.

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