Anthropic widersetzt sich dem Pentagon – KI-Zugriff abgelehnt

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    USA,

    Der OpenAI-Konkurrent Anthropic hat sich mit dem Pentagon angelegt und will Grenzen für die Verwendung seiner KI-Software im US-Militär durchsetzen.

    ki mythos
    CEO Dario Amodei warnt vor Risiken der KI Mythos und setzt auf strenge Kontrolle des Modells. (Archivbild) - keystone

    Anthropic lehnt ein Ultimatum des US‑Verteidigungsministeriums ab, das uneingeschränkte Nutzung seiner KI verlangt, wie die «AP News» berichtet. CEO Dario Amodei sagte, sein Unternehmen werde den Forderungen nicht nachkommen, selbst wenn Vertragsstrafen drohen.

    Anthropic beruft sich auf ethische Richtlinien, die den Einsatz der eigenen KI ausserhalb bestimmter Grenzen verbieten, erklärt die «AP News». Das Pentagon, vertreten durch Verteidigungssekretär Pete Hegseth, stellte Anthropic eine Frist bis Freitag.

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    Sie gilt für die Nutzung der KI zu «allen rechtmässigen Zwecken», berichtet «Reuters». Weigert sich die Firma, könnte dies zur Vertragskündigung führen, ebenso droht eine Einstufung als sogenannte Supply‑Chain‑Risk‑Firma.

    Anthropic verweigert Pentagon

    Amodei betonte, dass die KI nicht für voll autonome Waffensysteme ohne menschliche Kontrolle eingesetzt werden solle, schreibt die «AP News».

    Er verwies auf Bedenken im Zusammenhang mit Massenüberwachung durch KI‑Systeme. Diese Bedenken bestimmen aktuell die Uneinigkeit mit dem Pentagon, erläutert die «AP News».

    Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit seine KI‑Modelle in US‑Regierungsnetzen nur mit strengen Sicherheitsvorkehrungen erlaubt, berichtet «The Guardian». Der aktuelle Konflikt entsteht, weil das Pentagon Schutzklauseln aufheben möchte, um uneingeschränkte Nutzung in militärischen Szenarien zu ermöglichen.

    Anthropic setzt auf Dialog: KI-Nutzung, Ethik und nationale Sicherheit im Fokus

    Pentagon‑Vertreter betonten, dass nur rechtmässige Anwendungen geplant seien. Streitpunkte sollen nicht den Einsatz gegen die eigene Bürgerschaft einschliessen, berichtet die «PBS». Gleichzeitig liessen sie verlauten, dass sie sich die Möglichkeit einer frei nutzbaren KI für nationale Sicherheit vorbehalten.

    Mehrere Experten warnen, dass dieser Konflikt die Balance zwischen Technologie‑Innovation und Sicherheits‑Ethik stark beeinflussen könnte, erklärt die «PBS». Einige Analysten sehen darin einen Wendepunkt für die Beziehung zwischen privaten KI‑Entwicklern und staatlichen Interessen.

    ai Anthropic
    Der OpenAI-Konkurrent Anthropic hat sich mit dem Pentagon angelegt. (Symbolbild) - keystone

    Anthropic versucht weiterhin, den Dialog aufrechtzuerhalten. Das Unternehmen bietet Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung an, um gemeinsame Standards für sichere KI-Nutzung zu entwickeln, berichtet «Reuters».

    Kommentare

    User #4787 (nicht angemeldet)

    Dieses Projekt gibt es nur, weil diese Leute aus ethischen Gründen NICHT mit Sam Altman zusammenarbeiten wollten. Bravo!

    User #1180 (nicht angemeldet)

    Am anfang waren sie alle dagegen am ende kuschen sie alle.

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