Werbung von Claude lässt Altman ausrasten und autoritär schimpfen

Maja Bojic
Maja Bojic

USA,

OpenAI‑Chef Sam Altman reagiert ungewohnt heftig auf einen provokanten Super‑Bowl‑Werbespot von Rivale Anthropic für Claude, der die KI‑Debatte neu entfacht.

Sam Altman Claude
Altman erklärte zudem, dass Anthropic mit Claude vorwiegend ein hochpreisiges Produkt für wohlhabende Nutzer anbiete. (Archivbild) - keystone

Anthropic hat mit seinen Super-Bowl-Werbespot für Claude gezielt die Konfrontation gesucht und den Rivalen OpenAI frontal herausgefordert. Die Reaktion von OpenAI-Chef Sam Altman fiel dabei deutlich schärfer aus, als Branchenbeobachter erwartet hatten.

Altman verlor auf der Plattform X ungewohnt deutlich die Contenance und warf dem Konkurrenten Unehrlichkeit vor. Er ging noch weiter und bezeichnete Anthropic als «autoritär», wie «TechCrunch» berichtet.

Die Kampagne von Anthropic zeichnet ChatGPT als Assistenten, der laufende Gespräche abrupt mit Werbung unterbricht. In einem der Spots bittet ein Mann um Trainingstipps für einen Sixpack, bevor unvermittelt eine Anzeige eingeblendet wird.

Claude-Spots provozieren Altman und entfachen Machtkampf der KI-Giganten

Statt nützlicher Ratschläge erscheint eine Anzeige für Schuheinlagen, die grössere Füsse versprechen. Ein weiterer Spot lässt Therapiehinweise abrupt in Dating-Werbung münden.

Nutzt du ChatGPT?

Altmans Wortwahl wirkt in einer Debatte über Werbespots fehl am Platz, meint «TechCrunch». Dies gelte besonders in Zeiten, in denen autoritäre Regime Proteste gewaltsam unterdrücken.

Die Schärfe von Altmans Reaktion verdeutlicht die angespannte Lage zwischen den KI-Konzernen. Anthropic habe mit gezielter Provokation einen empfindlichen Nerv getroffen, schreibt «Forbes».

OpenAI verteidigt geplante Werbeeinblendungen

OpenAI hatte im Januar angekündigt, die kostenlose Version von ChatGPT künftig durch Werbung zu finanzieren. Altman argumentiert laut «Yahoo Finance», dieser Schritt sei Voraussetzung für einen dauerhaft kostenlosen Zugang.

Die Werbeinhalte würden klar gekennzeichnet und am Ende von Antworten platziert. Zugleich plant OpenAI, Anzeigen anhand des aktuellen Gesprächskontexts auszuspielen.

«Die Werbung von Anthropic ist so klar unehrlich», schrieb Altman auf X. Er betonte, OpenAI werde Werbung niemals in der von Anthropic suggerierten Form einsetzen.

Claude gegen ChatGPT: Super-Bowl-Spot entfacht Debatte

Anthropic bediene ein teures Produkt für wohlhabende Nutzer, führte Altman weiter aus. Claude verfüge allerdings ebenfalls über eine kostenlose Version, wie «TechCrunch» anmerkt.

Chatbot Claude
Claude verfügt allerdings auch über eine kostenlose Version. (Symbolbild) - depositphotos

Was als pointierte Werbekampagne begann, entwickelte sich rasch zu einer Grundsatzdebatte über Geschäftsmodelle. Anthropic nutzte den Super Bowl gezielt, um sich als werbefreie Alternative zu positionieren.

OpenAI verteidigt sein Modell mit dem Verweis auf die Demokratisierung des Zugangs zu KI. Die Suche nach einer Balance zwischen Zugänglichkeit und Kommerzialisierung prägt derzeit die gesamte Branche.

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Kommentare

User #6571 (nicht angemeldet)

Es kann sich ja bei Bill Kauleiste ausweinen gehen

User #1682 (nicht angemeldet)

All diese Techgurus wissen ganz genau, warum jeder Werbung hazzt. Sie machen das auch so, dass es einem nervt. Es ist ja eine Art psychologische Waffe, den Menschen das Geld mit Abos aus der Tasche zu ziehen. Am liebsten hätten sie ja wie eine Serafe Gebühr, dass man sich nicht einmal wehren kann, zahlen zu müssen. Aber sdiese Jungs wollen uns mit nerviger Werbung dazu zwingen. Aber eines ist klar, die Werbung kostet jeden einzelnen zig Tausend Stunden an verorener Zeit, Privat, wie auf der Arbeit.

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