Nachrichten

    «Alles gut hier»: Die letzten Nachrichten aus dem Titanic-U-Boot

    Nicola Aerschmann
    Nicola Aerschmann

    USA,

    Die Untersuchungen zur Implosion des Titanic-U-Boots im Juni 2023 laufen. Nun werden neue Details bekannt – beispielsweise, was zuvor kommuniziert wurde.

    Titan
    Das U-Boot Titan, das auf dem Weg zur Titanic implodiert ist. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Fall des verunfallten U-Boots «Titan» hat die Küstenwache weitere Infos veröffentlicht.
    • Unter anderem wurde die Kommunikation mit dem Mutterschiff rekonstruiert.
    • In einer der letzten Nachrichten hiess es demnach, es sei «alles gut hier».

    Der Vorfall sorgte weltweit für Aufsehen: Mit dem U-Boot «Titan» wollte eine fünfköpfige Crew im Juni 2023 das Wrack der Titanic besichtigen. Doch die «Titan» implodierte im Nordatlantik – alle fünf Insassen kamen ums Leben.

    Ums Leben kamen der Milliardär Hamish Harding (58), Tiefseeforscher Paul-Henry Nargeolet (77), Geschäftsmann Shahzada Dawood (48) und sein Sohn Suleman (19). Auch Stockton Rush (61), Gründer von «OceanGate», das den Tauchgang zum Wrack der «Titanic» organisiert, starb.

    Dawood
    Suleman und Shahzada Dawood starben bei der Implosion des U-Boots. - twitter

    Die Aufarbeitung läuft über ein Jahr nach der Tragödie weiter. Die US-Küstenwache hat am Montag eine zweiwöchige Untersuchung gestartet. Bei einer Anhörung in deren Rahmen sind nun neue Details ans Licht gekommen, wie unter anderem die «BBC» berichtet.

    Letzte Nachricht berichtet von Gewicht-Abwürfen

    Gemäss der US-Küstenwache konnte beispielsweise eine der letzten Nachrichten aus dem U-Boot ermittelt werden. «Alles gut hier», hiess es demnach kurz vor dem tödlichen Unglück.

    Titanic
    Auch der britische Abenteurer Hamish Harding kam an Bord des U-Boots ums Leben. - keystone

    Laut den Ermittlern startete der Tauchgang der «Titan» um 09.17 Uhr Ortszeit. Die Nachricht, dass alles in Ordnung sei, wurde demnach rund eine Stunde später versendet. Wie es heisst, sei die Kommunikation mit dem Mutterschiff aber immer lückenhaft geworden.

    Die letzte Nachricht kam schliesslich um 10.47 Uhr, also eineinhalb Stunden nach Beginn des Tauchgangs. Um diese Zeit wurde gemeldet, dass man zwei Gewichte abgeworfen habe. Danach sei die Kommunikation komplett abgebrochen.

    Wie bereits direkt nach dem Unglück berichtet wurde, dürften die Passagiere die Implosion kaum bemerkt haben. Dies, weil es schlicht zu schnell ging und das Gehirn die Lage gar nicht erfassen konnte.

    118 Probleme während 13 Tauchgängen

    Im Rahmen der Anhörung wurde erneut die Sicherheit thematisiert. Demnach sei die Hülle des U-Boots nie von Dritten getestet worden. Zudem sei sie während der Lagerung unter anderem dem Wetter ausgesetzt gewesen.

    Geht dir das Schicksal der im Titanic-U-Boot verunglückten Personen nahe?

    Die Implosion war auch nicht das erste Problem, die das U-Boot hatte. Laut neuen Zahlen gab es in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt 118 Ausrüstungsprobleme. Dies bei nur 13 Tauchgängen.

    Schon direkt nach dem Unglück gab es schwere Vorwürfe gegen den Hersteller OceanGate. Angehörige haben eine Klage eingereicht.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    titan
    90 Interaktionen
    U-Boot-Drama
    Titanic Titan Implosion
    218 Interaktionen
    Schmerzlos
    12 Interaktionen
    Klage

    MEHR IN NEWS

    Washington
    Galgenen SZ
    Galgenen SZ
    angeklagte
    3 Interaktionen
    Hamburg
    Börse SMI
    Positiver Bereich

    MEHR NACHRICHTEN

    xcv
    28 Interaktionen
    Schülerproteste
    Marcello Tassone
    1 Interaktionen
    «Wiler Nachrichten»
    Radio Basilisk
    5 Interaktionen
    Basel
    chat
    50 Interaktionen
    «Zero-Click-Internet»

    MEHR AUS USA

    Mars-Rover
    1 Interaktionen
    Washington
    new york
    4 Interaktionen
    New York
    Katie Zacharia
    15 Interaktionen
    Patzer
    trump
    263 Interaktionen
    Nach Todesfall