Alex Pretti spuckte elf Tage vor Tod auf ICE-Agenten-Auto
Die Tötung von Alex Pretti (†37) durch ICE-Beamte versetzt die USA in Aufruhr. Nun ist ein neues Video von einer früheren Auseinandersetzung aufgetaucht.
Das Wichtigste in Kürze
- ICE-Beamte erschossen letzten Samstag in Minneapolis den 37-jährigen Alex Pretti.
- Ein neues Video zeigt: Bereits elf Tage vorher kam es zu einer Auseinandersetzung.
- Dabei soll Alex Pretti eine Waffe getragen haben.
Letzten Samstag wurde der 37-jährige US-Amerikaner Alex Pretti in Minneapolis von Beamten der Grenzschutzbehörde ICE erschossen. Sein Tod löste weit über die USA hinaus eine Welle der Empörung aus. Im US-Bundesstaat Minnesota gingen Menschen zu Tausenden auf die Strasse.
Jetzt ist ein neues Video aufgetaucht. Es zeigt eine weitere körperliche Auseinandersetzung zwischen Alex Pretti und ICE-Beamten. Diese hat sich elf Tage vor seinem Tod zugetragen. Weniger als drei Kilometer vom Ort seiner Tötung entfernt.
Das Video wurde am Mittwoch vom Online-Portal «The News Movement» veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie Pretti sich vor einem dunkelgrauen SUV ein Wortgefecht mit einem ICE-Beamten in Vollmontur liefert.
Nachdem der Beamte wieder ins Auto eingestiegen ist, spuckt Pretti den SUV an. Er tritt mehrfach gegen das rechte Hecklicht. So, dass dieses aus der Halterung fällt.
Alex Pretti soll Pistole getragen haben
Sofort steigt der Beamte wieder aus dem SUV aus. Weitere Kollegen von einer zweiten Einheit eilen ihm zu Hilfe. Gemeinsam überwältigen sie Pretti, lassen ihn aber nach wenigen Sekunden wieder los. Aus einer Perspektive ist ein Gegenstand zu sehen, der aus Prettis Hosenbund ragt und einer Pistole ähnlich sieht.
Rasch versammelt sich eine grosse Menschenmenge um den Schauplatz, welche die ICE-Beamten konfrontiert und den Mann abschirmt. Die Beamten hinterlassen einen rauchenden Gegenstand am Boden, bevor sie schliesslich abziehen.
Dass es es sich beim Mann im Video wirklich um Alex Pretti handelt, bestätigt ein Sprecher der Familie gegenüber CNN. Das US-Heimatschutzministerium teilte dem Fernsehsender am Mittwoch mit, dass es das Videomaterial prüfen wolle.
Der Anwalt der Pretti-Familie sagt: «Eine Woche bevor Alex auf offener Strasse erschossen wurde, griffen ihn ICE-Beamte brutal an. Obwohl er keinerlei Gefahr für irgendjemanden darstellte. Nichts, was eine ganze Woche zuvor geschah, hätte Alex' Tötung rechtfertigen können.»





















