Strafanzeige gegen Rheinmetall-Tochter wegen Jemen-Krieg

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    Italien,

    Nach der Bombardierung eines Ortes im Jemen haben Menschenrechtsorganisationen Strafanzeige gegen die italienische Tochterfirma des deutschen Waffenkonzerns Rheinmetall gestellt. Kritisiert werden vor allem Waffenexporte nach Saudi-Arabien.

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    Rheinmetall plant eine neue umfangreiche Munitionsfertigung. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Menschenrechtsorganisationen haben Strafanzeige gegen eine Tochterfirma des deutschen Rheinmetall-Konzerns.
    • Kritisiert werden Waffenexporte nach Saudi-Arabien, die im andauernden Jemen-Krieg zum Einsatz kommen sollen.

    Die Staatsanwaltschaft in Rom soll die Verantwortung der Manager der deutschen Rheinmetall-Tochterfirma RWM Italia und der italienischen Waffenexport-Aufsicht UAMA untersuchen. Das erklärten das European Centre for Constitutional and Human Rights (ECCHR), die jemenitische Mwatana Organization for Human Rights und die italienische Organisation Rete Disarmo am Mittwoch in Rom.

    In dem konkreten Fall geht es um die Bombardierung eines Ortes im Nordwesten des Jemen im Oktober 2016, das vom saudischen Militärbündnis angeführt worden sein soll. Dabei kam eine sechsköpfige Familie ums Leben, darunter die schwangere Mutter und vier Kinder. Am Tatort wurden Bombenteile gefunden, die laut der Menschenrechtsorganisationen von RWM Italia auf Sardinien produziert wurden.

    Den RWM-Managern und der Aufsichtsbehörde UAMA wird vorgeworfen, mit Exporten nach Saudi-Arabien von einem grausigen Krieg zu profitieren und Menschenrechtsverletzungen zu fördern. Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung im Jemen und bombardiert seit mehr als drei Jahren Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen aus der Luft. Tausende Zivilisten sind in dem Krieg ums Leben gekommen.

    Rheinmetall verfolge mit Auslandstöchtern eine «sehr clevere Unternehmensstrategie», da die Exportrichtlinien in Deutschland restriktiver als anderswo seien, sagte Linde Bryk vom ECCHR aus Berlin. Die deutschen Rüstungsexportrichtlinien untersagen unter anderem Waffenlieferungen in Konfliktgebiete.

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