Einen dichten, grünen Rasen, der dazu jeder Belastung standhält, wünschen wir uns alle. Auf dem Weg zum schönen Rasen braucht es Ausdauer, aber es lohnt sich.
Helen Schweizer Garten
Bei der Pflege der zarten Halme benötigt es viel Fingerspitzengefühl. - zvg

Das Wichtigste in Kürze

  • Helen Weiss, Gärtnerin, Floristin und Journalistin beim «Schweizer Garten», gibt Tipps.
  • In Folge 1 auf Nau.ch geht es um den dichten, grünen Rasen.
  • Im Frühling wird zuerst der Rasenfilz entfernt. So kann wieder Luft an die Wurzel dringen.
  • Ein regelmässiger, nicht zu kurzer Schnitt ist im Sommer wichtig.

Eines gleich vorweg: Wer in seinem Garten eine Rasenfläche plant, muss sich auf einiges gefasst machen. Das musste ich auf die harte Tour lernen.

Denn mit dem grünen Hälmchen holt man sich eine Schar diffiziler Diven vors traute Heim. Meine Gräser gieren nach Aufmerksamkeit und haben ihre Ansprüche. Frisieren, kämmen, trimmen – mit einem erstligareifen Rasen kommt man während der Sommermonate kaum zum Entspannen.

Vernachlässigung endet schnell in einer Katastrophe: Abgestorbene Pflanzenteile, Unkräuter und Moos wachsen zu einer dicken Filzschicht zusammen.

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Wildkräuter wie Gänseblümchen darf man ruhig stehenlassen: Sie sind gut für die Biodiversität. - zvg

Im Frühling muss deshalb erst einmal mit dem Vertikutierer der Rasenfilz entfernt werden. Dann gibt’s den ersten Schnitt – das fördert das Wachstum der Gräser.

Mit einer Düngergabe, insbesondere mit Stickstoffdünger, unterstütze ich die Triebbildung der Gräser zusätzlich.

Schon an Nachsaat denken!

Fördert das Vertikutieren kahle Flecken zutage, säe ich gleich neuen Rasen nach, damit sich die Lücken rasch schliessen und sich keine Beikräuter ansiedeln können.

Ich verwende dazu besonders schnell keimenden Nachsaatrasen. Die Samen bedecke ich mit einer dünnen Schicht aus Sand und Erde. Damit das Saatgut keimen kann, muss der Boden während zwei bis drei Wochen gut feucht gehalten werden.

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Im Frühling werden allfällige Lücken mit einer Nachsaat geschlossen.
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Das Mähen regt das Wachstum der Seitentriebe an, deshalb spriesst der Rasen umso reichlicher, je öfter man ihn schneidet.
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Bei der Pflege der zarten Halme benötigt es viel Fingerspitzengefühl.

Die wichtigste Voraussetzung für eine satte Matte ist der regelmässige Schnitt: Alle zehn Tage drehe ich meine Runden mit dem Rasenmäher.

Dabei gilt es, die Schnitthöhe im Auge zu behalten: Die Gräserspitzen kürzt man idealerweise auf rund 3,5 bis 5 Zentimeter.

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Rasen nicht verweichlichen!

Im Sommer müssen die Halme zudem vor Trockenheit geschützt werden. Doch Vorsicht: Durch häufiges, kurzes Wässern wird der Rasen «verweichlicht», da er dadurch nur oberflächlich Wurzeln bildet.

Ich bewässere deshalb in grösseren Abständen, dafür etwas länger. Das regt die Wurzeln an, in die Tiefe zu wachsen. So bleiben die verwöhnten Hälmchen resistenter und werden belastungsfähiger.

Helen Weiss
Helen Weiss ist Gärtnerin, Floristin und Journalistin des Magazins «Schweizer Garten». Sie gibt grüne Tipps auf Nau.ch. - zvg

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