Tierschutz

    Tierschutz: So kommt ihr Hund gut durch die sommerliche Hitze

    Mirjam Walser
    Mirjam Walser

    Bern,

    Für Hunde sind die heissen Temperaturen sehr anstrengend. Der normale Tagesrhythmus sollte entsprechen angepasst werden. Der Tierschutz gibt folgende Tipps.

    Hund im Wasser Tierschutz
    Im Sommer bietet der See eine willkommene Abwechslung. - Pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Temperaturen von über 30 Grad belasten den Hund sehr.
    • Die Spaziergänge sollten kurz und in den Morgenstunden stattfinden.
    • Kühle Snacks, Eiswürfel und Wasser bringen etwas Abkühlung.
    • Der Hund sollte in seinem Verhalten gut beobachtet werden.

    30 Grad im Schatten machen Hunden enorm zu schaffen. Den ganzen Tag auf den kühlen Platten im Badezimmer verbringen – das ist keine Dauerlösung. Denn irgendwann muss der Hund auch mal raus.

    Was also tun, damit er ein bisschen weniger leidet? Der Tagesablauf und die Spazierroutine sollte in den heissen Sommertagen etwas angepasst werden. Auch sollte der Hund gut in seinem Verhalten beobachtet werden.

    Organisationen, die sich für den Tierschutz einsetzen, empfehlen folgende Massnahmen.

    Gassi gehen, wenn es noch oder schon kühler ist

    Meiden Sie die Mittagshitze. Verlagern Sie längere Spaziergänge in die frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden. Wer öfter raus muss, sollte die Runden kurz halten.

    Asphalt vermeiden

    Meiden Sie wenn möglich asphaltierte Wege. Strassen und Gehsteige heizen sich stark auf in der Sonne. Prüfen Sie mit dem «Sieben-Sekunden-Test» mit der Hand, wie heiss der Untergrund ist.

    Frau mit Hund
    Der heisse Asphalt ist im Sommer keine gute Idee. Für den Tierschutz sollte man die heissen Strassen möglichst vermeiden. - Pexels

    «Um das festzustellen, müssen Hundehalter sieben Sekunden lang ihren Handrücken auf die Oberfläche halten. Wenn sie es nicht durchhalten, ist die Hitze des Untergrundes für Hundepfoten zu hoch.» Dies erklärt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei der Organisation Vier Pfoten, die sich für den Tierschutz einsetzt.

    Keine grosse Anstrengung

    Velofahren bei 30 Grad? Keine gute Idee. Ball jagen bis zur Erschöpfung? Auch nicht.

    Spaziergänge in moderatem Tempo (und idealerweise mit Schwimmgelegenheit) sind ausreichend.

    Hitze-Resilienz des Hundes beobachten

    Einige Hunde leiden sehr, wenn es heiss ist – andere kaum. Der Mops oder die Französische Bulldogge zum Beispiel sind durch ihren Körperbau besonders empfindlich. Besitzer sollten sie auf keinen Fall aus den Augen lassen.

    Hund in der Hitze
    Nicht alle Hunde gehen gleich gut mit der Sommerhitze um. - Pexels

    Starkes Hecheln oder Unruhe des Tieres sind erste Anzeichen von Überhitzung. Dann sollte schnell gehandelt werden. Der Hund muss aus der Hitze gebracht werden. Legen Sie nasse Handtücher auf die Gliedmassen als Sofortmassnahme zur Kühlung..

    Jederzeit Wasser bereitstellen

    Achten Sie darauf, dass der Hund ausreichend zu trinken bekommt. Es gibt praktische Näpfe und Hunde-Wasserflaschen für unterwegs, so kann dem Tier auch unterwegs etwas angeboten werden.

    Abkühlung schaffen

    Das kann über einen Hundepool sein. Oder den Besuch an einem See. An einigen Seen und Stränden dürfen Hund und Mensch gemeinsam baden – aber nicht an allen. Daher lieber vorher schlaumachen.

    Kühle Snacks

    Hundeeis (aber nicht zu viel) kann nicht schaden. Dafür können Sie zum Beispiel Banane und Naturjoghurt vermischen. Weitere mögliche Zutaten: Haferflocken, Babybrei oder Hüttenkäse. Die Masse in einer kleinen Frischhaltebox einfrieren und dem Hund direkt in der Schale als Snack servieren.

    Wichtig: Eiswürfelformen sind nicht geeignet, weil gerade ungeduldige Hunde sich an zu kleinen Portionen verschlucken könnten.

    Für den Tierschutz: Hund nie im Auto lassen

    Lassen Sie den Hund auf keinen Fall alleine im Auto, auch nicht bei heruntergekurbelten Fensterscheiben. Ein geöffnetes Schiebedach oder Fenster bietet nicht genügend Abkühlung. Innerhalb weniger Minuten kann das Fahrzeug so zur tödlichen Falle werden.

    Hund im Auto
    Die Hitze im Auto kann für den Hund tödlich sein. - Pexels

    Wichtig: Auch bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im Inneren rasch auf 50 Grad und mehr an.

    Bei Hitzeschlag-Symptomen sofort handeln

    Achtung: Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzschlag hindeuten, muss unmittelbar ein Tierarzt aufgesucht werden. Lebensgefährliche Kreislaufprobleme können sich durch stark gerötete oder sehr blasse Schleimhäute, flache Atmung, verlangsamte Reaktionen und apathisches Verhalten äussern.

    Dringende Warnsignale sind ausserdem Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen und schliesslich Bewusstlosigkeit.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Frau mit Hund
    8 Interaktionen
    Tipps
    Hund Strand
    18 Interaktionen
    Reisemagazin
    Hund im Auto
    16 Interaktionen
    Nau Haustiere

    MEHR TIERSCHUTZ

    frana
    1 Interaktionen
    Neues Angebot
    tierschutz
    22 Interaktionen
    Ramiswil
    Katzen Tierarzt
    66 Interaktionen
    Tierschutz
    walser kolumne
    221 Interaktionen
    Mirjam Walser

    MEHR AUS STADT BERN

    Emmental
    Emmental
    YB
    25 Interaktionen
    Bei 3:5
    frau schreibt Prüfung
    1 Interaktionen
    Bern
    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    19 Interaktionen
    «Keine Feuerpferde»