Netflix und K-Pop setzen Sprachreise-Trends

    Travelcontent
    Travelcontent

    Südkorea,

    Netflix, Animes, koreanische Musik und japanisches Essen machen die Länder Japan und Südkorea bei Schweizern zu gefragten Destinationen – auch für Sprachreisen.

    Sprachreisen Korea Japan Linguista
    Sprachreisen nach Südkora und Japan boomen beim Schweizer Anbieter Linguista. - Linguista

    Das Wichtigste in Kürze

    • Immer mehr Schweizer Sprachschüler zieht es nach Japan und Südkorea.
    • Als Auslöser werden K-Pop, Animes, Serien und Filme ausgemacht.
    • Die Destination boomen aber auch bei Touristen weiterhin.

    Zugegeben, die südkoreanische Netflix-Serie «Squid Game» ist nicht für jedermann leicht zu verdauen. Da geht es in den Songtexten der K-Pop-Band BTS schon weniger makaber zu und her. Eines haben aber beide gemeinsam: Sie reiten – auch in Europa – auf einer Erfolgswelle.

    «Und sie sind ein Grund dafür, dass Südkoreanisch und Japanisch insbesondere beim jüngeren Publikum zu angesagten Fremdsprachen und die Länder zu beliebten Sprachreisezielen werden», sagt Claudio Cesarano, CEO Media Touristik, zu der Marken wie Linguista Sprachaufenthalte gehören.

    Japanische Filme und Figuren als Magneten

    So spielen gemäss Cesarano K-Pop, die diversen Serien auf Netflix aber auch Oscar-gekrönte Filme wie «Parasite» bei der Wahl des Sprachreiseziels eine grosse Rolle. Die Gründe dafür sind simpel: So wie Koreanerinnen und Koreaner an einen bestimmten See oder auf einen Berg in der Schweiz reisen wollen, seien die Schweizerinnen und Schweizer interessiert, koreanische oder japanische Filmkulissen zu besuchen.

    Japan Tokio Tourismus
    Japanische Grossstädte wie Tokio üben eine starke Faszination auf Europär aus. - Unsplash

    «Dazu kommt das Phänomen K-Pop. Die jungen Leute wollen die Texte verstehen und fühlen sich durch die exotisch fremde Welt angezogen», so Cesarano weiter. Ein wichtiger Treiber für Japan sei zudem Cos-Play, bei dem man sich durch ein Kostüm und auch das Verhalten in eine Figur aus einem Manga, Anime, Film oder Videospiel verwandelt.

    Der Boom manifestiert sich in den Buchungszahlen. Nachdem Südkorea und Japan infolge der Corona-Pandemie praktisch unerreichbar waren, steigt die Nachfrage nun wieder sprunghaft an.

    Ein Trend war aber bereits vor der Pandemie festzustellen. Das Alter der Reisenden bewegt sich bei Südkorea zwischen 17 und 30 Jahren und bei Japan zwischen 21 und 40 Jahren.

    Frühe Planung ist ratsam

    Die beiden Länder sind aber nicht nur bei Sprachreisenden hoch im Kurs. Auch die klassischen Reiseveranstalter spüren das grosse Interesse. «Die Buchungszahlen nach Korea sind bereits in den Jahren vor Covid permanent gestiegen. Japan ist ebenfalls sehr populär – insbesondere bei jungen Leuten und bei Familien. Wer nach Japan reisen will, muss aber frühzeitig planen. Die Kapazitäten sind beschränkt», sagt Stephan Roemer, CEO von Asien-Spezialist Tourasia.

    Squid Game Netflix
    Netflix-Serien we «Squid Game» haben das Interesse an der koreanischen Kultur gesteigert. - zVG

    Ähnlich klingt es bei asia365, dem Spezialisten für Asien-Reisen aus dem Hause DER Touristik Suisse: «Ferien in Südkorea haben massiv zugenommen. Es ist eine Trend-Destination für Entdeckerinnen und Entdecker», so Geschäftsführerin Ruth Landolt. Auch sie führt Netflix & Co. als treibende Kraft ins Feld.

    «Noch bis vor wenigen Jahren bestand wegen möglicher Schwierigkeiten bei der Verständigung eine grosse Zurückhaltung. Durch die breite Streuung von Mangas etc. und nicht zuletzt auch durch die rasante Verbreitung von speziellem Essen aus Japan und Korea, hat die Neugierde zugenommen.»

    Kein Wunder also, lautet ein oft genanntes Kundenfeedback: Infrastruktur und Organisation wie in Europa, gepaart mit vielfältigen exotischen Erlebnissen.

    Japanaufenthalt ohne Kulturschock

    Einer, der sich von eben dieser Exotik schon früh begeistern liess, ist Simon Hauser (24). Er entschied sich für eine Sprachreise nach Tokio mit Linguista Sprachaufenthalte. «Ich setzte mich schon länger mit der japanischen Sprache auseinander. Da ich mir trotz aller Bemühungen kein wirkliches mündliches Sprachgefühl aneignen konnte, wollte ich unbedingt nach Tokio, um dort in einer Gastfamilie zu leben und eine Sprachschule zu besuchen», sagt er.

    Der oft erwähnte «Kulturschock» hielt sich bei ihm dank der Vorkenntnisse in Grenzen. «Tokio mit seinen zahlreichen Restaurants und endlosen Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten zu erkunden, war super spannend. Für mich ging ein Traum in Erfüllung.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    Sprachaufenthalte
    7 Interaktionen
    Berlin
    1 Interaktionen
    Netflix-Hit

    MEHR IN LIFESTYLE

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    53 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Bufori CS
    2 Interaktionen
    Schwärmerei
    Angkor Miracle Resort & Spa
    1 Interaktionen
    Fünf Sterne
    Mercedes Benz EQS Maybach
    65 Interaktionen
    First Class

    MEHR NETFLIX

    Anthologieserie «Monster» Lizzie Borden
    5 Interaktionen
    Netflix-Anthologie
    «The Gentlemen»
    2 Interaktionen
    Acht neue Folgen
    trump
    10 Interaktionen
    Netflix will Doku

    MEHR AUS SüDKOREA

    Samsung
    1 Interaktionen
    Mit S Pen
    Südkorea
    Dank KI-Nachfrage