Zweimaliger Ruder-Olympiasieger mit 50 Jahren gestorben
Norwegens Rudersport trauert um Olaf Tufte. Der zweimalige Einer-Olympiasieger wurde mit 50 Jahren bewusstlos auf seinem Hof aufgefunden und starb im Spital.

Das Wichtigste in Kürze
- Der norwegische Ruder-Star Olaf Tufte ist mit 50 Jahren gestorben.
- Tufte gewann 2004 in Athen und 2008 in Peking Olympia-Gold im Einer.
- Er wurde bewusstlos auf seinem Hof gefunden — Norwegen trauert.
Die norwegische Sport-Welt trauert um den erfolgreichsten Ruderer des Landes: Der zweimalige Einer-Olympiasieger Olaf Tufte ist im Alter von 50 Jahren gestorben. Dies berichteten norwegische Medien mit Verweis auf eine Mitteilung seiner Familie.
Den Angaben zufolge soll Tufte bewusstlos auf seinem Hof gefunden worden sein. Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmassnahmen habe sein Leben nicht mehr gerettet werden können, er starb im Nationalspital in Oslo. Tufte hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.
Die Nachricht löste in Norwegen unter Sportlern und Politikern grosse Betroffenheit aus. «Tufte hat unserem Land unzählige Momente der Freude am Sport geschenkt. Er war einer der grössten Sporthelden Norwegens, ein hochdekorierter Olympiateilnehmer, einer der besten Ruderer, die wir je hatten, und für viele ein grosses Vorbild. Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen», sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre.
2004 und 2008 gewann Tufte Gold bei Olympia
Tufte hatte bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen und 2008 in Peking Gold gewonnen und war ausserdem 2001 und 2003 Weltmeister im Einer geworden. Auch im höheren Alter war er noch erfolgreich: Mit 40 Jahren feierte der Ruderer 2016 in Rio de Janeiro mit Olympia-Bronze im Doppelzweier seine letzte Medaille. Fünf Jahre später belegte er mit 45 Jahren bei den Olympischen Spielen in Tokio im Doppelvierer den neunten Platz.

Noch am vergangenen Freitag habe Tufte Talente trainiert, die Norwegen in wenigen Tagen bei den Ruder-Europameisterschaften vertreten sollten, sagte Frank Ove Reite, Präsident des norwegischen Ruderverbandes. «Olaf war ein grossartiger Familienvater, Mensch und Sportler. Wir müssen das erst begreifen – es ist ein Schock für den gesamten norwegischen Rudersport. Dafür gibt es keine Worte.»












