Musikfestival «Herbst in der Helferei»
Das erste Klassik-Festival «Herbst in der Helferei» von 2006 war als Geburtstagskonzert gedacht. Es wurde zum Treffpunkt der künftigen Stars.

Aufgewachsen ist er als Sportska- none in der Fussballstadt Stuttgart. Jens Lohmann kickte und wetteiferte mit den künftigen Profis der Bundesliga, und auch beim Tischtennis erwies er sich als Champion. Dennoch blieb sein Berufswunsch Nummer eins klar die Violine.
Den sportlichen Elan hat er sich bewahrt – als Pädagoge und renommierter Geiger, wie auch als Organisator: immerhin startet in der Helferei demnächst die 21. Ausgabe. Was als spontane, vage Idee zum 40. Geburtstag Form gewann, wurde zum kleinen, feinen Festival voller Höhepunkte, das Jahr um Jahr erneut sein Publikum in Bann zieht. «Die Hilfe von Kolleginnen und Kollegen, zum Beispiel vom Schweizer Oktett, sowie die private Förderung der Gönner waren unendlich wertvoll» betont Lohmann.
Dazu kommt der frische Klang seines jungen Streicher-Ensembles «Stringendo». Der ehemalige Fussball-Captain erweist sich als Langstreckenläufer und begnadeter Coach. Beeindruckend lang ist die Liste der Talente, die am «Herbst in der Helferei» auftraten und heute das Konzertleben prägen.
Ein wenig Glück war auch immer wieder im Spiel. Etwa, als noch immer niemand für den Cello-Solopart gefunden war, bis Lohmann zufällig an Misha Maisky’s Telefonnummer kam. Cello-Legende Maisky nahm ab, und – sagte zu!
«Ich hatte Gänsehaut, als er zur ersten Probe im Konsi auftauchte» erinnert sich Lohmann. Einen Geburtstagswunsch kann er sich heuer erfüllen: Ein Geigen-Gipfeltreffen unter dem Motto «Violino magico». «Herbst in der Helferei» verspricht, ein strahlendes Fest zu werden.
Eine Feier der Begegnung in der Musik. Herbst in der Helferei 14.–19. 9., Helferei Grossmünster www.herbst-helferei.ch
Dieser Artikel ist zuerst in «Tagblatt Zürich» erschienen.










