Weiterbildung: Darum sind Online-Kurse eine gute Alternative
Sie möchten eine Weiterbildung absolvieren, aber zeitlich flexibel bleiben? Dann bieten sich Online-Kurse an.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweizer Bevölkerung bildet sich gerne weiter.
- Beliebt sind auch Online-Kurse.
Weiterbildung ist in der Schweiz ein wichtiges Gut. Im Jahr 2021 nahmen laut Bundesamt für Statistik 45 Prozent der Bevölkerung an irgendeiner Art der Fortbildung teil. Besonders die Corona-Pandemie hat zu einem Boom der Online-Kurse geführt.
Kostenlose Online-Kurse zur Weiterbildung
Das sogenannte eLearning, die Weiterbildung auf elektronischem Weg, ist aus guten Gründen sehr beliebt. Es ermöglicht zeitlich und örtlich unabhängiges Lernen, ohne den regelmässigen und oft mühsamen Weg zu Schulen und anderen Lerninstituten.
Gerade Berufstätige profitieren von dieser Zeitersparnis und können das Lernen um die Arbeit und andere Verpflichtungen herum arrangieren.

Natürlich sind die meisten Online-Kurse kostenpflichtig, da die Anbieter natürlich an ihrer Arbeit verdienen möchten. Sie müssen die Unterrichtsmaterialien zusammenstellen und die von den Lernenden übermittelten Arbeiten kontrollieren.
Häufig findet auch Live-Unterricht per Video statt. Doch mittlerweile gibt es auch immer mehr kostenlose Online-Kurse, die überwiegend von Universitäten angeboten werden.
Das sind MOOCs – Massive Open Online Courses
Ihren Ursprung haben MOOCs in den USA. Dort bot etwa die berühmte Universität Harvard als eine der ersten Hochschulen kostenlose Online-Kurse an.
Mittlerweile bieten auch mehrere Schweizer Universitäten wie die ETH Zürich und die École Polytechnique Fédérale de Lausanne MOOCs an.
Der Nachteil für die deutschsprachige Schweiz: Da die MOOCs auf ein weltweites Publikum ausgerichtet sind, finden die meisten Kurse der ETH Zürich auf Englisch statt. Während die Universitäten der Westschweiz ihre Online-Kurse auf Französisch anbieten.

Eine Übersicht über die kostenlosen MOOCs in der Schweiz bietet das Webportal www.swissmooc.ch. Hier lassen sich die Kurse auch nach der Unterrichtssprache filtern, sowie nach bestimmten Lerninstituten und Themenfeldern.
Gut zu wissen: Während der eigentliche Kurs kostenlos zur Verfügung steht, wird für die Ausstellung des Abschlusszertifikates eine Gebühr verlangt.
Nicht unbedingt Schweizer Universitäten
Da ohnehin online oft auf Englisch gelernt wird, müssen sich Lernwillige bei der Weiterbildung nicht auf die Schweizer Universitäten beschränken. Wer möchte nicht gerne von sich sagen, dass er in Harvard oder am MIT studiert hat?
Auf der Seite www.classcentral.com sind die Angebote renommierter Universitäten in aller Welt aufgeführt, die kostenlose MOOCs anbieten.

Alleine die Stanford University in den USA ist mit über 1400 Kursen dabei. Während das MIT immerhin mehr als 480 Kurse, vor allem in den Bereichen IT und Technik bietet.
Zu den wichtigsten europäischen Anbietern zählen die TU Delft in den Niederlanden. Zudem noch Politecnico di Milano in Italien und die University of Edinburgh in Grossbritannien.
Webinare: Wenn es schnell gehen soll
Die meisten MOOCs erfordern einen gewissen Zeitaufwand, da sie sich über mehrere Wochen oder sogar Monate hinziehen. Wenn Sie sich einfach nur relativ kurz über ein neues Thema informieren möchten, sind kostenlose Webinare die beste Option.
Lernen Sie zum Beispiel in einem zweistündigen Webinar besseres Zeitmanagement. Erfahren Sie, wie Sie agile Methoden im Unternehmen umsetzen oder online über die Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz.

Auch Vorträge von Experten und sogenannte TED-Talks gehören zu den zeitlich begrenzten Fortbildungsmöglichkeiten.
Aufgrund der riesigen Auswahl gibt es kein Portal, das alle kostenlosen Webinare zusammenfasst. Es ist darum am einfachsten, bei Google nach Webinaren im gewünschten Fachbereich zu suchen.














