Die NIKE setzt sich für das Schweizer Kulturerbe ein: politisch wie gesellschaftlich. In ihr sind rund 40 Fachorganisationen vertreten.
Schweizer Kulturerbe
Die NIKE organisiert die Europäischen Denkmaltage. - zvg/ullmannphotography
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die NIKE setzt sich für das materielle wie auch das immaterielle Kulturerbe ein.
  • Sie vertritt die politischen Interessen von Denkmalpflege, Archäologie und Restaurierung.
  • Sie organisiert die jährliche Kampagne zu den Europäischen Tagen des Denkmals.

Die Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE setzt sich für eine starke Verankerung des Kulturerbes in Gesellschaft und Politik ein. Sie ist ein Verband mit rund 40 Mitgliederorganisationen aus allen Bereichen des Kulturerbes.

Die Berner Altstadt, die Pfahlbauten, die Weinregion Lavaux, das Werk von Le Corbusier, die Schindelmacherei, der Stiftsbezirk St. Gallen oder der Bau von Lawinenüberbauungen – all dies erzählt Geschichten von Menschen und ihren Lebenswelten und ist Teil des kulturellen Erbes der Schweiz Diese können materiell – Gebäude, Statuen und Bilder – oder immateriell – Traditionen, Feste und Fertigkeiten – sein. Es ist der schöpferische Ausdruck des Menschen. Ein Kulturgut erhält seinen Wert durch die Geschichte, die es erzählt und in sich trägt, durch den Zeitpunkt in der Geschichte, für den es steht. Baudenkmäler, historische Ortsbilder, intakte Kulturlandschaften und archäologische Stätten dienen als Erinnerungsorte. Sammlungen, Bilder und historische Schriften bilden wichtige Grundlagen für die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Die Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe ist überzeugt, dass es für unsere Gesellschaft wichtig ist, dem Kulturerbe Sorge zu tragen, es zu pflegen, zu erhalten und weiterzuentwickeln

Schweizer Kulturerbe
Der Pavillon Le Corbusier in Zürich. - zvg/Archäologie und Denkmalpflege Kanton Zürich

Die NIKE vertritt die Interessen von Denkmalpflege, Archäologie und Restaurierung in der Politik: Dazu gehören neben dem Schutz des Kulturerbes auch Themen wie Raumplanung, Siedlungsentwicklung, Natur, Landschaft, Energie, Digitalisierung oder gesellschaftlicher Zugang zu Kultur. Neben ihrer politischen Arbeit vernetzt sie die Fachorganisationen zum Beispiel durch Fachveranstaltungen.

Für die jährlich am zweiten Septemberwochenende stattfindenden Europäischen Tage des Denkmals organisiert sie eine schweizweite Kampagne. Die Denkmaltage sind der grösste nationale Event zum Kulturerbe.

Archäologische Stätten, Baudenkmälern, historischen Ortsbilder und intakten Kulturlandschaften

Das Kulturerbe bildet eine wichtige Grundlage, um uns unserer selbst zu vergewissern und uns selbstbewusst weiterzuentwickeln, denn: An archäologische Stätten, Baudenkmälern, historischen Ortsbildern und intakten Kulturlandschaften knüpfen unsere Erinnerungen an. Darüber hinaus stiften diese Erinnerungsorte Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit. Sie erlauben uns zudem, sie immer wieder neu zu deuten und uns so kritisch mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen. Die NIKE ist deshalb überzeugt, dass es sich lohnt, das Kulturerbe in der Schweiz zu pflegen und zu erhalten. Dafür braucht es eine informierte und engagierte Öffentlichkeit sowie gut ausgebildete, vernetzte Fachleute.

Ein Engagement für das Kulturerbe

Rund 40 Fachverbände und Organisationen aus dem Bereich Kulturgütererhaltung, denen 92'000 Mitglieder angehören, bilden den Verein NIKE. Als Dienstleistungszentrum im Bereich der Kulturgütererhaltung spricht die NIKE durch Veranstaltungen und Publikationen ein breites Publikum an. So laden die Europäischen Tage des Denkmals und das NIKE-Bulletin dazu ein, die verschiedensten Aspekte des Kulturerbes und dessen Erhaltung kennenzulernen.

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Das Uhrmacherhandwerk ist ein wichtiger Teil unseres Kulturerbes. - zvg/Ubaldo Magnaghi

Die NIKE vernetzt auch Fachleute und organisiert fachspezifische Weiterbildungen. Sie macht politische Behörden, Medien und die breite Öffentlichkeit mit der gesellschaftlichen Bedeutung und den vielfältigen Anliegen der Kulturgütererhaltung vertraut.

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