Nachhaltigkeit: So bringen Sie Ihren Kindern Wissenswertes bei
Nachhaltigkeit beginnt im Alltag und wird für Kinder durch eigenes Erleben verständlich. Hier finden Sie Tipps, wie Ihre Kinder Nachhaltigkeit besser verstehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Nachhaltigkeit kann man im Alltag leicht erlebbar machen.
- Naturerlebnisse wie Gartenarbeit fördern das Verständnis für Nachhaltigkeit.
- In der Schweiz gibt es mehrere Museen für Kinder, die Nachhaltigkeit thematisieren.
Astrid Lindgren, eine der bekanntesten Kinderbuchautorinnen vertrat die Meinung: «Man kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln.» Doch wie gelingt es uns, komplexe Themen wie Recycling, Ressourcenverbrauch und Umweltbewusstsein kindgerecht zu vermitteln ohne dieses Wissen «hineinzuprügeln»?
Nachhaltigkeit lässt sich oft schon im Alltag mit einfachen und erlebbaren Schritten vermitteln. Und das auf eine Weise, die nicht nur Kindern, sondern der ganzen Familie Freude bereitet. Wir zeigen Ihnen praktische Tipps, wie Sie Kindern die Vielfalt von Nachhaltigkeit spielerisch und verständlich näherbringen können.
Gehen Sie mit gutem Beispiel voran
Kinder lernen durch Nachahmung. Bereits Kleinkinder orientieren sich stark an ihren Eltern und älteren Geschwistern. Leben Sie deshalb nachhaltige Gewohnheiten bewusst vor. Trennen Sie beispielsweise den Abfall und richten Sie zu Hause verschiedene Behälter für PET, Alu und Grünkompost ein.

Gestalten Sie gemeinsam mit Ihren Kindern kreative Recycling-Boxen. Dabei vermitteln Sie auf kreative Weise, warum es wichtig ist, Abfälle zu trennen.
Erleben Sie die Natur
Die Schweiz ist ein dicht besiedeltes Land, in dem man schnell in der Natur und den Berge ist. Nutzen Sie diese kurzen Wege. Entdecken Sie gemeinsam mit Ihren Kindern die Vielfalt der Schweizer Landschaft. Oft braucht es keine grossen Denkanstösse, denn Kinder sind von Natur aus neugierig und stellen viele kluge Fragen.
Es lohnt sich deshalb, Kinder frei in der Natur spielen zu lassen, damit sie viele Dinge selbst entdecken können.

Gehen Sie regelmässig mit den Kindern in die Natur. Denn die Landschaft in der Schweiz ist ständig im Wandel. Allein durch die vier Jahreszeiten verändert sie sich laufend. An solchen erlebbaren Veränderungen können Sie Kindern die Jahreszeiten und ihre typischen Merkmale näherbringen.
Gemeinsame Gartenarbeit
Wenn Sie einen Garten haben, nutzen Sie die Möglichkeit und binden Sie Ihre Kinder in die Gartenarbeit ein. Lassen Sie sie eigene Pflanzen anbauen. Dabei können Sie Kindern Grundlagenwissen zu Pflanzen vermitteln und ihnen erklären, was es mit der Photosynthese auf sich hat.
Wer einen Garten hat, dem sind bei kreativen Ideen kaum Grenzen gesetzt. Ob das Bauen eines Gemüsebeet, ein selbstgebautes Bienenhotel aus Holz oder die Installation von solarbetriebenen Lampen, die Möglichkeiten sind vielfältig.

Aber auch für alle, die keinen Garten, sondern eine kleine Terrasse haben, gibt es zahlreiche Ideen. Von kleinen Beeten bis hin zu einer Futterstelle für Vögel. Wer kreative Ideen hat, ist auch hier im Vorteil.
Nachhaltigkeit beim Essen
Allein im Jahr 2025 verschwendete die Schweiz 2.8 Millionen Tonnen Lebensmittel. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und vermitteln Sie Kindern einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Das kann auf unterschiedliche Weise geschehen.
Mit zunehmendem Alter lernen Kinder oft, sich selbst zu schöpfen. Oft neigen Kinder dazu, zu grosse Portionen zu schöpfen. Zeigen Sie ihnen dabei, nur so viel zu schöpfen, wie sie auch tatsächlich essen können.

Seien Sie beim Kochen kreativ und vermitteln Sie den Kindern, wie sich Lebensmittelreste lecker verarbeiten lassen. Ein klassisches Beispiel sind Schweizer Fotzelschnitten: Mit altem Brot, Eiern, Milch und etwas Zimt-Zucker entsteht im Handumdrehen ein einfaches Gericht, das den meisten Kindern schmeckt.
Besuchen Sie ein Museum
Zugegeben, ein Museumsbesuch mit Kleinkindern kann schnell anstrengend werden. Doch wenn man am Ende die funkelnden Augen der Kinder sieht, lohnt es sich allemal. Anstatt still vor grossen Gemälden zu stehen gibt es in der Schweiz zahlreiche interaktive Kindermuseen.

Der Vorteil dabei ist, dass die Wissensvermittlung vom Museum übernommen wird. Sie sind für die Begleiten der Kinder zuständig. Die Ausstellungen sind in der Regel so gestaltet, dass die Kinder das Wissen mithilfe verschiedener Hilfsmittel selbstständig lernen können.















