Bildung: Diese Möglichkeiten bietet die Schweiz

Redaktion
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Zürich,

In der Schweiz wird Bildung hochgehalten, was sich auch in der Durchlässigkeit des Bildungssystems zeigt. Das müssen Sie dazu wissen.

Bildung
Bildung ist immer wertvoll. - dpa

Bildung ist ein Menschrecht und steht dementsprechend allen zu – vom Schulkind bis hin zur Seniorin. Jeder und jede hat das Recht auf eine Schulausbildung und drauf, seine Lernbedürfnisse zu befriedigen.

In der Schweiz wird viel Wert auf Bildung gelegt, was sich im dreistufigen Bildungssystem widerspiegelt. Die erste Stufe ist die obligatorische Schule, welche die Primar- und Sekundarstufe I umfasst. Die obligatorische Schule dauert elf Jahre und wird in der Regel mit 15 Jahren abgeschlossen.

Die Sekundarstufe II – berufliche Grundbildung oder Gymnasium – gilt als zweite Stufe, worunter die allgemeinbildenden Schulen fallen. In dieser Phase entscheiden sich dem Bund zufolge zwei Drittel der Jugendlichen für die Lehre. Das andere Drittel absolviert das Gymnasium oder eine Fachmittelschule.

Bildung: Die Passerelle als Alternative zur gymnasialen Matura

Als Abschluss der Sekundarstufe II befähigt die Matura den Zugang zu universitären Hochschulen UH, worunter Universitäten und ETH fallen, und zu Pädagogischen Hochschulen PH. Die Stufe wird in der Regel mit 19 Jahren abgeschlossen.

Insgesamt lassen sich drei Maturitätsausweise unterscheiden, die jeweils eine andere Zielgruppe ansprechen: die Berufs-, Fach- und Gymnasiale Matura. Die Berufs- und Fachmatura ermöglichen den Zugang zu einer Fachhochschule FH oder einer PH.

Dabei muss die Studienrichtung mit der Vorbildung verwandt sein. Die gymnasiale Matura hingegen ermöglicht die direkte Zulassung zu allen Studiengängen der UH und PH für die obligatorische Schule.

Symbolbild Bildung
Bildung: Die bestandene Passerelle ist einer gymnasialen Matura gleichgestellt. - Depositphotos

Mit der Ergänzungsprüfung – der Passerelle – können sich auch Absolvierende der Berufs- und Fachmaturität direkt an universitären Hochschulen und zu allen Studiengängen der PH anmelden.

Bei der Passerelle handelt es sich um einen einjährigen Lehrgang, der aus fünf Fachbereichen besteht: Deutsch, Französisch, Mathematik, Natur- und Geisteswissenschaften. Organisiert wird die als anspruchsvoll geltende Ergänzungsprüfung vom Staatssekreteriat für Bildung und Forschung SBFI.

Bildung: So viele Studierende hat die Schweiz

Die dritte Stufe des Bildungssystems umfasst die Höhere Berufsbildung, Universität oder Hochschule. Diese Tertiärstufe wird in der Regel im Alter von 24 Jahren abgeschlossen.

Wie der Bund in einer Mitteilung 2024 schreibt, entscheiden sich jährlich rund 276'000 Studierende für eine Hochschule. Dabei schreiben sich 61 Prozent für eine UH, 30 Prozent für eine FH und neun Prozent für eine PH ein.

Haben Sie an einer Schweizer Hochschule studiert?

Beispiel: Zu Beginn des Herbstsemesters 2025 schrieben sich 28'664 Studierende für die Universität Zürich UZH ein.

Rund 15'000 Studierende starteten zur selben Zeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, wie die jeweiligen Hochschulen in einer Mitteilung festhalten.

Symbolbild Bildung
Die Skulptur «Jüngling» am Eingang zum Hauptgebäude der Universität Zürich. - keystone

Die drei Hochschultypen UH, FH und PH unterscheiden sich hinsichtlich einiger Kriterien. Die FH und PH konzentrieren sich vor allem auf die Angewandte Forschung und anwendungssorientierte Lehre.

Die UH hingegen legt den Fokus auf die Grundlagenforschung, theorieorientierte Lehre und Modelle.

Bei den ersteren handelt es sich demnach um die praxisorientierte Ausbildung mit Fokus auf ein spezifisches Berufsfeld. Die UH hingegen entspricht einer wissenschaftlichen Ausbildung, die auf den Erwerb einer allgemeinen Berufsbefähigung abzielt. Unabhängig der Hochschule schliessen die Studierenden mit einem Bachelor oder Master ab. An einer UH kann darüber hinaus auch ein Doktorat in Angriff genommen werden.

Ausbildung vorbei – was nun?

Ein wichtige Charakteristik des Schweizer Bildungssystems ist dessen Durchlässigkeit. Studierende und Lernende haben die Möglichkeit, zwischen diversen Ausbildungseinrichtungen und -niveaus zu wechseln. Damit soll die Chancengerechtigkeit und individuelle Weiterentwicklung sichergestellt werden.

Apropos Weiterentwicklung: Im Berufsleben angekommen, können die eigenen Bildungsinteressen in Form von Weiterbildungen verfolgt werden. Mit einer Weiterbildung werden die beruflichen Kenntnisse vertieft, was die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt steigert.

Die aktuellsten Zahlen zeigen, dass Jahr 2021 knapp 50 Prozent der Menschen in der Schweiz an einer Weiterbildung teilnahmen. Das erklärt das Bundesamt für Statistik.

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