Betreutes Wohnen

    Senevita

    Betreutes Wohnen: Sturzrisiko in der Wohnung erkennen

    Redaktion
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    Bern,

    Stürze in der eigenen Wohnung sind im Alter häufig. Wer Risiken früh erkennt, kann sein Zuhause anpassen oder über betreutes Wohnen nachdenken.

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    Personen, die in der eigenen Wohnung zu Fall kommen, bedürfen Unterstützung. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, in den eigenen vier Wänden zu stürzen.
    • Stürze können schwere Verletzungen verursachen.
    • Für ein Gefühl der Sicherheit im Alter ist es wichtig, betreut zu wohnen.

    Mit zunehmendem Alter können die eigenen vier Wände schnell zu einer der grössten Gefahrenquellen werden. Was man seit Jahren gewohnt war, fällt einem plötzlich schwer, selbst kleine Dinge wie der Einstieg in die Dusche.

    Stürze passieren selten in spektakulären Situationen. Meist ereignen sie sich im Alltag, beispielsweise im Wohnzimmer, im Flur oder auf der Treppe. Oft sind sie kein reines Pech, sondern entstehen, weil Wohnung und körperliche Verfassung nicht mehr zueinander passen.

    Sind Sie im Alter schon gestürzt?

    Das Ausmass wird häufig unterschätzt. Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) verletzen sich in der Schweiz jedes Jahr über 14'000 Menschen schwer durch Stürze im Haus- und Freizeitbereich.

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    Wer im Alter stürzt, kann sich schnell schwer verletzten. - Depositphotos

    Besonders betroffen laut Statistik sind ältere Menschen. Ab etwa 65 Jahren stürzt statistisch gesehen jede dritte Person mindestens einmal pro Jahr.

    Für viele bedeutet ein solcher Sturz nicht nur eine Verletzung, sondern manchmal auch den Verlust von Selbstständigkeit.

    Warum Stürze oft im eigenen Zuhause passieren

    In den meisten Fällen ist es nicht ein einzelnes grosses Hindernis. Häufig kommen mehrere kleine Faktoren zusammen. Typische Stolperfallen: lose Teppichkanten, rutschige Läufer oder Kabel von Lampen, die quer durch den Raum führen.

    Stürze
    Oft stürzen ältere Menschen in der eigenen Wohnung. - Depositphotos

    Doch warum fallen Menschen im Alter häufiger? Oft sind körperliche Veränderungen schuld. Diese treten auf, wenn Sehvermögen, Reaktionsfähigkeit oder Gleichgewicht nachlassen. Dann können selbst kleine Türschwellen oder Stufen plötzlich problematisch werden.

    Wer alleine wohnt, hat ein höheres Sturzrisiko. Eine Studie der Universität Zürich von 2024 zeigt, dass Alleinlebende rund 1,76-mal häufiger stürzen. Ein möglicher Grund: Es ist niemand da, der im Alltag aufmerksam eingreifen oder unterstützen kann.

    Warnsignale ernst nehmen und direkt handeln

    Stürze kommen selten völlig überraschend. Es gibt Hinweise, die man ernst nehmen sollte. Ein typisches Beispiel ist das Festhalten an Möbeln. Wenn man sich beim Gehen häufig an Tischen, Stühlen oder Schränken abstützt, ist Vorsicht geboten.

    Betreutes Wohnen
    Betreutes Wohnen: Warnsignale, wie Festhalten an Möbeln sind die ersten Anzeichen einer Schwäche im Alltag. - Depositphotos

    Bestimmte Wege in der Wohnung werden plötzlich gemieden, weil sie anstrengend oder unsicher wirken. Wer Angst vor einem Sturz hat, bewegt sich oft weniger. Dadurch bauen Muskeln schneller ab, was das Sturzrisiko wiederum erhöht.

    Betreutes Wohnen als mögliche Lösung

    Für viele Menschen ist der Gedanke an einen Umzug zunächst schwierig. Dennoch kann betreutes Wohnen eine sinnvolle Option sein. Nicht als Aufgabe der Selbstständigkeit, sondern als Unterstützung im Alltag.

    Zudem ist im Notfall ist Hilfe schnell verfügbar. Etwa durch Notrufsysteme oder Betreuungspersonal. Das kann den Alltag deutlich entspannen.

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    Im betreuten Wohnen kann bei einem Sturz jemand helfen. - Depositphotos

    Es lohnt sich, sich frühzeitig mit verschiedenen Wohnformen im Alter auseinanderzusetzen, bevor gesundheitliche Probleme auftreten. Wer rechtzeitig plant, kann meist länger selbstbestimmt leben.

    Ältere Menschen möchten sich jedoch nicht gerne von den eigenen vier Wänden trennen. In dieser Situation sind Zuspruch und Familienzusammenhalt wichtig, um diese Phase durchzustehen.

    Betreutes Wohnen ist eine mögliche Alternative, die jedoch vorab mit der Familie besprochen werden sollte. Denn auch wenn das betreute Wohnen angenehm ist, möchte man seinen Alltag natürlich nicht komplett verändern. Familienmitglieder sind dazu da, einen zu begleiten und Beistand zu leisten.

    Kommentare

    User #2140 (nicht angemeldet)

    Hab mal vor Jahren Teppiche weggeräumt. So kleine Läufer, oh war das ein Theater. Genauso mit einem Flötenkessel, der war innen schwarz und rostig. Hab ihn einfach weggenommen.

    User #5403 (nicht angemeldet)

    Jemand stürzt, weil es nicht erkennt, dass es stürzt. Vorwarnungen sind aber immer eine gute Idee und wahren davor. Ganz bestimmt.

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