Wein- und Champagnerflaschen haben meistens einen gewölbten Boden. Diese Einbuchtung hat einen bestimmten Grund.
Zwei Weinflaschen
Die Einbuchtung in der Weinflasche hat einen bestimmten Grund. - Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Einwölbung im Flaschenboden dient nicht nur dem besseren Griff beim Einschenken.
  • Es gibt auch Weine ohne eingewölbten Flaschenboden.

Der Kellner im Restaurant nutzt sie meist, um den Wein nachzuschenken: Die Mulde im Flaschenboden ist ein typisches Merkmal von Wein- und Proseccoflaschen.

Allerdings ist der bessere Griff nicht der Grund, dass es diese Einbuchtung gibt. Auch die Vermutung, dass die Wölbung mehr Inhalt vorgaukeln soll, ist falsch.

Weingläser und Weinflasche
Nicht alle Weinflaschen haben eine Einbuchtung. - Pexels

Die Einbuchung im Flaschenboden dient dazu, den Boden der Flasche zu stärken. So baut sich durch das Kohlendioxid im Wein, welches für das typische Prickeln von Prosecco und Schaumweinen verantwortlich ist, ein enormer Druck in der Flasche auf.

Der gewölbte Boden sorgt dafür, dass der Druck abgeleitet wird.

Es gibt auch Weinflaschen ohne Einbuchtung

Die Einwölbung im Flaschenboden dient in erster Linie dazu, den Druck auszugleichen. Vor allem im Moment der Verkorkung entsteht ein grosser Druck, welcher die Flasche ohne eingewölbten Boden zum Platzen bringen könnte.

Nicht zuletzt dient die Mulde im Flaschenboden auch dazu, Ausfällungen in der Rille aufzufangen. Diese entstehen bei der Flaschenreifung und würden andernfalls beim Einschenken stark aufwirbeln.

Nicht alle Weinflaschen haben jedoch eine Einbuchtung. Günstige Weine und Prosecco haben keine Wölbung im Flaschenboden, da herkömmliche Flaschen verwendet werden.

Auf das Aroma hat die Einbuchtung jedoch in der Regel keinen Einfluss. Flaschen mit Einbuchtung sind allerdings ein Indikator dafür, dass es sich um einen hochwertigeren Wein handelt.

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