Von Dehnungsstreifen sind meist Frauen betroffen. Sie treten während der Schwangerschaft oder bei starker Gewichtszunahme auf, lassen sich jedoch verhindern.
Dehnungsstreife
Dehnungsstreifen sind ein lästiges Übel, können aber behandelt oder vermieden werden. - depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Sogenannte Dehnungsstreifen sind Risse in der Unterhaut.
  • Ob sie überhaupt auftreten, ist vor allem genetisch bedingt.
  • Mit modernen Methoden lassen sie sich wieder rückgängig machen.

Zu Dehnungsstreifen kommt es, wenn die Haut über Gebühr strapaziert wird. Am häufigsten ist dies bei Schwangerschaften der Fall.

Allerdings können auch nichtschwangere Frauen und Männer getroffen sein. Dann ist meist eine starke Gewichtszunahme schuld.

Risse in der Unterhaut

Die verschiedenen Hautschichten und das Bindegewebe werden von Fasern wie Kollagen und Elastin dehnbar gehalten. Doch so ähnlich wie ein Gummi reisst, wenn er zu stark überdehnt wird, können auch diese Fasern reissen.

Haut reissen
Fasern in der Haut reissen und es kommt zu den berühmten Dehnungsstreifen. - depositphotos

Passiert dies in der unteren Hautschicht, der Subkutis, sacken die darüber liegenden Hautschichten leicht ein. An der Oberfläche macht sich dies mit dünnen hellen Streifen bemerkbar.

Selbst wenn der Grund für die Überdehnung verwunden ist (zum Beispiel nach der Geburt des Kindes) bleiben sie als kleine Narben zurück.

Dehnungsstreifen können unterschiedliche Ursachen haben

Schwangerschaftsstreifen (Striae gravidarum) sind nur eine von verschiedenen Formen dieser Dehnungsstreifen.

Andere Ursachen sind schweres Übergewicht (Striae obesitatis), hormonelle Störungen und Hormonbehandlungen oder ein zu schneller starker Muskelaufbau.

Dehnungsstreifen
Dehnungsstreifen können auch bei Männer auftreten. - depositphotos

Es gibt auch organische Ursachen wie das Cushing Syndrom, bei dem der Körper zu viel Kortistol bildet. Infektionen wie Tuberkulose können zu Dehnungsstreifen führen (Striae infectiosae).

Bis heute ist unklar, warum es manche Menschen härter trifft als andere. Da Dehnungsstreifen in Familien oft gehäuft auftreten, wird eine genetische Komponente vermutet.

Vorbeugen mit speziellen Crèmes und Ölen

Gerade während der Schwangerschaft lassen sich einige vorbeugende Massnahmen ergreifen. Dazu gehört das Einreiben des Bauchs mit Crèmes und Ölen, die die Elastizität fördern.

Sie sollten Kollagen, Elastin, Hyaluron oder Panthenol enthalten. Ein ärztliches Rezept wird für Crèmes mit Vitamin-A-Säure (Tretinoin) benötigt.

Eincremen
Eincremen noch bevor die Dehnungsstreifen entstehen können. - depositphotos

Bürstenmassagen und sanfte Bewegung fördern die Durchblutung. Das empfindliche Brustgewebe kann während der Schwangerschaft oder bei starker Gewichtszunahme mit Stütz-BHs besser gestützt werden.

Bauchstützende Unterhosen stützen den schweren Babybauch.

Entfernung von Dehnungsstreifen heute möglich

Sind trotz aller Vorsichtsmassnahmen Dehnungsstreifen aufgetreten, lassen sie sich wie andere Narben entfernen oder zumindest lindern.

Meist kommt dabei ein Laser zum Einsatz, der die Bildung neuer gesunder Gewebezellen stimuliert.

Microneedling
Ganz ähnlich funktioniert das Microneedling, bei dem winzige Wärmeimpulse abgegeben werden. - depositphotos

Beide Verfahren werden auch von Schönheitsinstituten angeboten. Es ist jedoch sinnvoller, sich an einen qualifizierten Dermatologen zu wenden – oder die Dehnungsstreifen einfach als Teil des eigenen Körpers zu akzeptieren.

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