Auch wenn Pilates auf dem Kursplan der meisten Fitnessstudios steht: Viele wissen immer noch nicht, was genau hinter dem Training steckt. Ein Überblick.
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Könnte auch Yoga sein: Pilates fokussiert beim Training vor allem die Mitte des Körpers. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Pilatestraining wird der ganze Körper trainiert, mit Schwerpunkt auf der Körpermitte.
  • Sein Erfinder und Namensgeber ist der Deutsche Joseph Hubertus Pilates, geboren 1883.
  • Selbst eher kränklich, entwickelte er im Lauf seines Lebens die Pilates-Methode.

Beim Pilatestraining bekommt eine Körperregion besonders viel Aufmerksamkeit: das sogenannte «Powerhouse» in der Körpermitte.

Hier befinden sich die tiefen Bauch-, Rücken- und Beckenbodenmuskeln, so Fitnessexpertin Elisabeth Graser.

Nau präsentiert drei Fakten über das Training, das auf der Matte stattfindet.

Was Pilates ausmacht: Ganzkörpertraining – Mentalität inklusive

Auch wenn das «Powerhouse» beim Pilatestraining zentral ist, wird dennoch der gesamte Körper trainiert. Und: Bewegung und Atem werden in Einklang gebracht.

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Und schön Kraft in die Körpermitte bringen! Beim Pilates dreht sich vieles um das sogenannte «Powerhouse». - Tobias Hase/dpa-tmn

Da die Übungen präzise, kontrolliert und konzentriert ausgeführt werden, hat der Kopf kaum Gelegenheit zum Grübeln. Laut Graser kann neben einem besseren Körpergefühl so auch eine «wunderbare mentale Entspannung» entstehen.

Der Namensgeber: Joseph Hubertus Pilates

Der Name des Trainings geht auf seinen Erfinder zurück: Joseph Hubertus Pilates, geboren 1883 in Mönchengladbach, Deutschland. Er soll ein eher kränkliches Kind gewesen sein, aber mit grosser Faszination für den menschlichen Körper.

Im Laufe seines Lebens entwickelte er die Pilates-Methode. Über die soll er gesagt haben: «Nach zehn Stunden spürst du den Unterschied, nach 20 Stunden siehst du den Unterschied, nach 30 Stunden hast du einen neuen Körper.»

Ein Übungsbeispiel: Trockenschwimmen

Eine bekannte Übung ist laut der Fitness-Dozentin Graser das «Swimming». Dafür startet man in der Bauchlage und blickt auf den Boden. Nun streckt man die Arme nach vorne aus, die Beine nach hinten.

Gleichzeitig hebt man nun das rechte Bein und den linken Arm nach oben und senkt beides wieder ab, allerdings ohne den Boden zu berühren. Anschliessend wechselt man die Seite.

Damit man die Übungen – gerade zum Einstieg – korrekt ausführt, rät Graser dazu, sich an einen Trainer mit Ausbildung in dieser Trainingsmethode zu wenden.

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