Wenn es darum geht, ob Musik hören bei den Hausaufgaben hilft, sind Konflikte vorprogrammiert. Doch keiner hat Recht. Denn es kommt darauf an.
Junge macht Hausaufgaben
Wenn es um harte Denkaufgaben geht, sollte bei den Hausaufgaben die Musik ausbleiben. - Kirsten Neumann/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Musik macht vor allem gute Laune, deshalb ist sie bei leichten Aufgaben wie Aufräumen gut.
  • Konzentration braucht Ruhe – bei Denkkaufgaben sollte Stille herrschen.
  • Streaming-Apps haben einen «Lernen»-Button: Da gibt es ruhige Musik in Herzschlagfrequenz.

Wer beim Erledigen von Hausaufgaben neue Dinge lernt oder harte Denkaufgaben zu knacken hat, sollte die Musik ausmachen.

Das empfiehlt die Zeitschrift «Eltern» (Ausgabe 12/2021) und beruft sich dabei auf Nick Perham von der Cardiff Metropolitan University.

Der Psychologe rät aber, Musik zu hören, bevor man mit den Hausaufgaben beginnt. Denn mit guter Laune falle die Konzentration leichter.

Wenn, dann wirklich Musik – ohne Text

Anders verhalte es sich bei reiner Fleissarbeit ohne anspruchsvolle Denkleistung, etwa wenn ein Bild zu malen ist oder der Geografieordner aufpoliert wird. Dann helfe Musik, die Arbeit in einem guten Tempo zu Ende zu bringen.

Junge mit Kopfhörern macht Hausaufgaben
Streaming-Playlists haben einen "Lernen"-Button: dahinter verbirgt sich Musik mit Herzschlagfrequenz. - Unsplash

Geeignet dafür sei vor allem klassische oder instrumentale Musik. Denn Text lenke nur ab, weil man unbewusst versucht, den Inhalt zu verstehen. Das gilt auch für Radiowerbung.

«Eltern»-Tipp: Bei Streaming-Playlists «Lernen» in die Suchleiste eintippen. Bei diesen Listen hat die Musik eine optimale Geschwindigkeit von 56 bis 64 Schlägen («beats») pro Minute und ist damit im Takt mit dem Herzschlag