Ölkrise egal: Stromer auf der Spar-Spur!

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Stromer-Frust oder Spar-Chance? Wir klären, ob sich der Umstieg in der Schweiz trotz hoher Listenpreise auszahlt und welche Modelle Argumente sammeln können.

Ladesäule Tesla
E-Mobilität: Der Aufbau einer funktionierenden Ladeinfrastruktur ist das A und O für die Praxistauglichkeit von E-Autos. - Tesla

Mit einem Marktanteil von über 22 Prozent bei den Neuzulassungen gehören Stromer längst zum Strassenbild. Die technologische Entwicklung bei den Batterien sorgt für immer höhere Energiedichten und kürzere Ladezeiten.

Trotz der oft diskutierten Listenpreise rückt die Wirtschaftlichkeit durch sinkende Unterhaltskosten immer stärker in den Fokus. Moderne Ladesysteme machen den Umstieg heute so komfortabel wie nie zuvor für den Nutzer.

Dies wirft für viele Schweizer Autokäufer die dringende Frage nach dem richtigen Zeitpunkt auf.

Wirtschaftlichkeit im Fokus

Die Preisdifferenz zwischen Verbrennern und Elektroautos schrumpft im Schweizer Markt spürbar zusammen. Neue Batterie-Technologien wie Lithium-Eisenphosphat senken die Produktionskosten für die Hersteller massiv ab.

Wer heute investiert, profitiert von einer deutlich besseren Ladeinfrastruktur als noch vor zwei Jahren. Zudem überzeugen die niedrigen Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer des modernen Fahrzeugs hinweg.

Citroën ë-C3
Wendigkeit: Mit einem Wendekreis von nur etwa 10 Metern navigiert der Citroën ë-C3 mühelos durch den urbanen Dschungel der Limmatstadt. - Citroen

Einige Kantone locken zudem mit Steuerbefreiungen, was die monatlichen Fixkosten für den Halter reduziert. Eine genaue Kalkulation der Gesamtkosten zeigt deshalb oft einen klaren Vorteil für Stromer.

Günstige City-Flitzer

Für preisbewusste Käufer gibt es mittlerweile attraktive Angebote unter der 20'000-Franken-Marke. Modelle wie der JAC e-JS1 oder der Dacia Spring dominieren dieses wachsende Einstiegssegment.

JAC e-JS1
Made in China: Mit seinem erschwinglichen Preis positioniert sich der JAC e-JS1 als eine attraktive Option für preisbewusste E-Auto-Käufer - Jac

Diese Fahrzeuge konzentrieren sich auf das Wesentliche und bieten kompakte Abmessungen für die Stadt. Ihre Reichweite genügt für die meisten täglichen Pendelstrecken in der Schweiz völlig aus.

Auch der neue Citroën ë-C3 bringt frischen Wind in die Klasse der bezahlbaren Stromer. Kleine Akkus sorgen hier für ein geringes Gewicht und eine hohe Effizienz im Nahverkehr.

Die Bestseller der Mittelklasse

In der beliebten Mittelklasse führt das Tesla Model Y die Schweizer Zulassungsstatistik souverän an. Seine effiziente Software und das dichte Supercharger-Netzwerk bleiben für viele Käufer ungeschlagene Argumente.

Tesla Modell Y 2025
Effizienz am San Bernardino: Dank der starken Rekuperation gewinnt das Model Y bei der Abfahrt von Schweizer Pässen viel Energie zurück. - Tesla

Mit dem Skoda Enyaq steht ein praktischer Herausforderer bereit, der besonders Familien anspricht. Er punktet mit einer hochwertigen Verarbeitung und einem klassischen Bedienkonzept im modernen Innenraum.

Skoda Enyaq RS
Skoda Enyaq RS: Ab CHF 60’640 einer 79-kWh-Batterie und Allradantrieb. - Skoda

Beide Fahrzeuge bieten mittlerweile Reichweiten, die problemlos für Ferienreisen über die Alpenpässe reichen. Wer Wert auf hohe Wertstabilität legt, findet in diesem Segment die sichersten Investitionen.

Luxus und Hightech

Im Oberklasse-Segment setzt der BMW iX3 neue Massstäbe und holte sich den Titel «Schweizer Auto des Jahres». Seine 800-Volt-Technik ermöglicht extrem kurze Ladestopps, was den Komfort auf Langstrecken erheblich steigert.

BMW iX3
Der BMW iX3 ist das erste Modell, das auf der völlig neuen Elektroplattform «Neue Klasse» von BMW basiert. - BMW

Auch Porsche bleibt mit dem Taycan ein fester Favorit für sportlich orientierte Schweizer Fahrer. Diese Modelle zeigen eindrucksvoll, was technisch im Bereich der Fahrdynamik derzeit möglich ist.

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Kommentare

User #5607 (nicht angemeldet)

Die Listenpreise gleichen sich immer weiter an, die Unterschiede sind besonders in den unteren Segmenten längst nicht mehr so gross wie sie es vor fünf Jahren noch gewesen sind. In den oberen Segmenten ist das leider nicht so der Fall, da sind die Unterschiede immer noch grösser, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls: Mit dem Sparpotenzial, was Elektroautos haben, hat man den höheren Listenpreis relativ schnell amortisiert.

User #6468 (nicht angemeldet)

Einfach mal auf die Mythen und Stammtischparolen pfeifen. Sich objektiv mal informieren, ausführliche Probefahrt, evtl. mit einer zusätzlichen längeren Fahrt/Reise mal ein E-Auto mieten. Es braucht ein paar Tage um sich mit dem anderen Umgang zurechtzufinden und danach ist E-Autofahren nicht komplizierter als Verbrenner. Nur anders. Und zurück zum Verbrenner will dann kaum einer mehr.

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